Finanzminister Klingbeil reibt sich die Hände: Heute endet der Tankrabatt

Treibstoff wird wieder teurer, hohe Preissprünge zu erwarten

Die befristete Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel war von vornherein auf zwei Monate angelegt. Heute läuft diese Regelung aus. Ab dem 1. Juli gelten wieder die regulären, höheren Steuersätze. Für Autofahrer bedeutet das einen deutlichen Preissprung, der sich bereits am morgigen Mittag abzeichnen dürfte.

Finanzminister Klingbeil reibt sich die Hände: Heute endet der Tankrabatt


Die gesamte Steuererhöhung beträgt rund 16,7 Cent pro Liter. Diese Summe könnte auf einen Schlag an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Preise für Benzin und Diesel werden dadurch ab Mittwochmittag spürbar über dem Niveau der letzten Wochen liegen. Die kurze Entlastungsphase ist damit endgültig vorbei.

Mittagsregel erzwingt abrupten Anstieg beim Sprit  

Preiserhöhungen bei Kraftstoffen dürfen gesetzlich nur um 12 Uhr mittags vorgenommen werden. Das führt dazu, dass der Wechsel nicht allmählich, sondern schlagartig erfolgt. Am Mittwochmittag ist daher mit einem deutlichen Sprung zu rechnen, der deutlich über 20 Cent betragen kann. Senkungen bleiben dagegen jederzeit möglich.

Tankstellen antizipieren den Wechsel mit frühen Preiserhöhungen  

Bereits in den vergangenen Tagen waren die Preise ungewöhnlich stark gestiegen. Am Montag etwa lagen die täglichen Zuwächse bei durchschnittlich 20 Cent für Benzin und 26 Cent für Diesel. Die Betreiber scheinen den Übergang zu verteilen und bereiten sich auf den kommenden Wechsel vor. Am Mittwochvormittag müssen sie die noch geltende Steuersenkung noch vorfinanzieren, was weitere Anpassungen begünstigt.

Nicht alles kam beim Verbraucher an: Konzerne behielten einen Teil der Steuersenkung

Bei Benzin sanken die Preise während der Rabattphase im Schnitt um 16 bis 17 Cent. Bei Diesel lag der Vorteil nur bei etwa 12 Cent. Rund 27 Prozent der Steuersenkung blieben damit bei Tankstellenbetreibern und Mineralölkonzernen. Für Diesel wurde der Satz zeitweise auf das europäische Minimum abgesenkt. Bei Benzin blieb er trotz der Reduzierung noch deutlich darüber. Die Bundesregierung hatte eine stärkere Absenkung abgelehnt und die Entlastung mit knapp 17 Cent inklusive Mehrwertsteuer kommuniziert.

Teure Übergangslösung: Staat verzichtet auf Milliarden – ohne dauerhafte Wirkung  

Der Bund verzichtete in den beiden Monaten auf Einnahmen von 1,4 Milliarden Euro. Auch Länder und Gemeinden verzeichneten geringere Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer. Die zeitlich begrenzte Maßnahme gilt unter Ökonomen als wenig zielgerichtet. Durch die kurze Laufzeit entstanden erhebliche Mitnahmeeffekte. Eine grundlegende Reform der Treibstoffbesteuerung blieb aus. Stattdessen stehen durch steigende CO2-Preise weitere Erhöhungen für Benzin und Diesel in den kommenden Jahren bevor.

Sven von Storch

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Kommentare

Glass Steagall Act

01.07.2026 | 12:17

Die Ölpreise sind derzeit so niedrig wie vor dem Irankrieg! Trotzdem sind die deutschen Kraftstoffpreise deutlich höher als vor dem Irankrieg! Wer da wohl wieder die Hand aufhält?


Allerdings ist der Ölpreis derzeit nach unten manipuliert, denn Trump braucht einen niedrigen Ölpreis zu seinen Zwischenwahlen im Herbst! Danach wird der Ölpreis wieder steil nach oben gehen und zwar höher als bisher! Wir hatten bisher 120 Dollar das Barrel im Maximum. Wahrscheinlich wird es diesmal auf 150 bis 200 Dollar das Barrel hochgehen, denn das Problem mit der Straße von Hormus ist noch lange nicht geklärt! Außerdem wird tatsächlich das Öl und das Gas überall knapp, besonders in Europa! Wahrscheinlich wird uns dann 2,50 Euro an den Tankstellen noch günstig erscheinen! Und was will dann die Regierung bei uns machen! Einen weiteren Rabatt? China kann und wird den Tankern mehr bieten und das Öl und Gas werden nach Asien gehen, anstatt nach Europa. Das wird die Preise noch mehr nach oben treiben! Außerdem werden wir noch mit einem Gasmangel in den Winter gehen, denn die Gasspeicher sind viel zu niedrig im Vergleich zu den Vorjahren! Das wird ein katastrophaler Winter, der wahrscheinlich mit Rationierung einhergeht.


Wir könnten alldem entgehen, wenn wir uns endlich wieder Russland öffnen würden!

Else Schrammen

01.07.2026 | 17:22

Nun gut, jetzt strahlt es noch, das höllische Dreigestirn. Aber seht euch vor! Bis am Montag hing das Fußball-Volk noch vor der Glotze und hatte nur ein Thema. Jetzt ist für Deutschland die WM aber vorbei und auch der letzte Träumer erwacht und wendet sich wieder seinen realen Sorgen zu. Ihr könnt also nicht mehr so problremlos und unbesehen mit euren miesen Tricks weitermachen. Deutschland (fast ganz) schaut euch wieder auf die Finger!

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