Die Geschäftserwartungen in der Branche sind im Mai auf den niedrigsten Stand seit knapp vier Jahren gefallen. Mit einem Wert von minus 42,0 Punkten liegen sie mehr als zehn Punkte unter dem April-Niveau. Auch der Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die kommende Konjunkturentwicklung gilt, ist im April auf minus 29 Punkte gesunken – der schwächste Wert seit fast drei Jahren. Solche Zahlen signalisieren, dass in den nächsten Monaten eher mit einer weiteren Abschwächung als mit einer Erholung zu rechnen ist.
Gas als Lebensader der Chemie: Preisexplosion bedroht die Grundlagen der Produktion
Erdgas ist für die Branche weit mehr als nur ein Energieträger. Es dient zugleich als unverzichtbarer Rohstoff für die Herstellung zentraler Grundchemikalien wie Ammoniak. Die Preise für industrielle Abnehmer haben sich von durchschnittlich 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2021 auf 7,9 Cent im Jahr 2022 mehr als verdoppelt. Auch 2023 blieben sie mit 5,8 Cent pro Kilowattstunde auf einem sehr hohen Niveau. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Produktionskosten aus und schränkt die Spielräume der Unternehmen massiv ein.
Klimasteuer als wachsender Standortnachteil: CO2-Kosten erschweren den internationalen Wettbewerb
Neben den Energiekosten belasten die steigenden CO2-Kosten im Rahmen der Klimasteuer die Unternehmen zusätzlich. Diese Belastung trifft die heimische Produktion besonders hart, weil sie die Kostenstruktur weiter verschlechtert und den Wettbewerb mit Standorten erschwert, die niedrigere oder gar keine vergleichbaren Abgaben tragen müssen.
Materialknappheit durch globale Verwerfungen: Gestörte Lieferketten verschärfen die Krise
Parallel zu den Kostenproblemen erschweren gestörte Lieferketten die Lage weiter. Geopolitische Spannungen, darunter der Iran-Krieg und anhaltende Handelskonflikte mit China, führen zu Engpässen bei wichtigen Rohstoffen und Vorprodukten. Diese Unsicherheiten treffen eine Branche, die ohne stabile Materialversorgung nicht produzieren kann, und verstärken den ohnehin hohen Kostendruck am deutschen Standort.
Die Kombination aus Kostenexplosion, Materialengpässen und klimapolitischen Zusatzlasten lässt die Stimmung in der Chemieindustrie weiter kippen. Viele Unternehmen sehen sich gezwungen, Investitionen zu verschieben oder sogar Produktionskapazitäten zu überdenken. Die Branche, die lange als Rückgrat der deutschen Industrie galt, kämpft zunehmend um ihre Zukunftsfähigkeit am heimischen Standort.


Kommentare
Und dann noch dieses Bild…
Und dann noch dieses Bild mit völlig unrealistisch rauchenden Schloten! Eine Steilvorlage für die Klimaheuchler.
Die werden dann nach der Autoindustrie auch unsere Chemie abschaffen wollen. Mit unseren - dank der Sanktioen gegen Russland - völlig überhöhten Gaspreisen, dürfte das sowieso nicht schwerfallen!
Alles läuft nach Plan.
Alles läuft nach Plan.
Läuft !
Playmobil stellt die deutsche Produktion ein, die Bahn gibt den Geist auf, das Hofbrauhaus Wolters ist nach 400 Jahren pleite :
https://dert.site/inland/284055-400-jahre-brautradition-ausgeloescht-merz/
Es knallt an allen Ecken. Hauptsache Deutschland kann, unter dem Deckmantel der Ukraine, seinen Krieg gegen Russland führen.
„Kostenexplosion,…
„Kostenexplosion, Materialknappheit, Klimasteuer
Stimmung in der Chemieindustrie am Tiefpunkt
Die Stimmung in der deutschen Chemieindustrie kippt ins Bodenlose.“ ...
Ja mei: https://kibubble.de/deindustrialisierung/
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