Felix von Saucken, Deutschlandchef von Colliers, sieht die eigentliche Versorgungslücke erst jetzt aufgehen. In den Ballungsräumen suchen inzwischen auch Bewerber mit solidem Einkommen vergeblich nach Wohnraum. Die öffentliche Debatte gewichtet er deshalb um: Zu viel kreise um die Frage der Bezahlbarkeit, zu wenig darum, ob überhaupt ausreichend Wohnungen vorhanden sind.
Wer in München, Frankfurt oder Hamburg keine Bleibe findet, sagt dort auch den Job ab. Von Saucken rechnet mit spürbaren Folgen für die gesamte Wirtschaft. In einer Phase des Fachkräftemangels kann sich das Land diese Engpässe kaum leisten.
Bauen stockt, Eigentümer nehmen den größten Teil
Hohe Baukosten und ein dichter bürokratischer Aufwand bremsen die Fertigstellungen. Hinzu kommt ein oft übersehener Effekt: Von den neuen Wohnungen ziehen laut von Saucken jedes Jahr 70.000 bis 90.000 Einheiten die Eigentümer selbst. Diese Objekte erreichen den Mietmarkt nie.
Die Nachfrage wächst derweil weiter. Colliers erwartet bis 2040 in den 50 größten Städten 408.400 zusätzliche Haushalte. Davon entfallen 291.900 auf die sieben Metropolen Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Dort leben heute rund 5,9 Millionen Haushalte, allein 2,22 Millionen in Berlin. Besonders stark legt die Zahl der Single- und Paarhaushalte zu.
Genehmigungen steigen, der Einzug lässt auf sich warten
Ein vorsichtiges Signal kommt von den Baugenehmigungen. 2025 legten sie erstmals seit Jahren wieder zu, um rund zehn Prozent auf 238.500 Einheiten. Für Mieter ändert das vorerst wenig. Zwischen Genehmigung und Bezug vergehen häufig fünf bis zehn Jahre. Manche Großprojekte aus den Jahren 2020 und 2021 werden nach Angaben von Colliers erst jetzt schlüsselfertig.
Renditezwang treibt die Mieten
Investoren kalkulieren schärfer. Zehnjährige Bundesanleihen werfen rund 3,6 Prozent ohne nennenswertes Risiko ab. Eine Wohnimmobilie muss deshalb spürbar mehr erwirtschaften. Iris Schöberl, Präsidentin des Immobilienverbands ZIA, nennt als Zielmarke eine Ausschüttung, die 1,5 bis zwei Prozentpunkte über diesem Satz liegt. Erreichbar sei das bei einer Haltedauer von zehn Jahren und mit Indexmieten, die der Inflation folgen.
Die Kosten tragen die Mieter. In den sieben größten Städten liegen die Bestandsmieten im Schnitt bei 16,75 Euro je Quadratmeter, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Spitzenmieten stiegen um fünf Prozent auf 24,05 Euro. Colliers rechnet wegen des schwachen Neubaus mit weiteren Anstiegen.
Berlin verliert an Attraktivität für Kapital
Ausländische Investoren haben zuletzt 14,2 Milliarden Euro in den deutschen Immobilienmarkt gelenkt. Deutschland steht damit weltweit an vierter Stelle. Um Berlin machen viele jedoch einen Bogen, so Schöberl. Auslöser ist die anhaltende Debatte über Enteignungen. Die Linke will dort große Wohnungskonzerne vergesellschaften. Kanzler Merz und die schwarz-rote Koalition beabsichtigen, das per Bundesgesetz zu unterbinden.


Kommentare
... „Der Mangel beschränkt…
... „Der Mangel beschränkt sich längst nicht mehr auf untere Einkommensgruppen.“ ...
Als Rache des https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich dafür, dass sich die „Kanzler-Partei“ für den Kanzler nicht mehr zu interessieren scheint??? https://www.schwaebische.de/regional/oberschwaben/ravensburg/cdu-basis-stellt-eine-brisante-merz-frage-erst-gar-nicht-aber-zwei-partei-groessen-kommen-schlecht-weg-4902933
Wenigstens Asylbewerber…
Wenigstens Asylbewerber brauchen sich bei uns keine Sorgen um eine Unterkunft machen - auch nicht, wenn ihr Asylantrag abgeleht wurde ...
Und - was den dringend nötigen Wohnungsbau betrifft - ist es natürlich sehr motivierend für Investoren, wenn die Linksterroristen in Berlin von Enteignungen reden ...
Wenn "man" Millionen…
Wenn "man" Millionen Menschen ins Land holt, aber kaum Wohnungen baut und der Wohnungsmarkt ja sowieso schon seit Jahren - zumindest in den Großstädten - angespannt ist, konnte "man" sich doch denken, dass das Wohnungsproblem riesig werden wird!
Nur komisch, von den Dahergeströmten bzw. Hereingeholten sitzt keiner auf der Straße! DIE sind alle untergebracht und brauchen dafür ja noch nicht einmal SELBST Miete bzw. die gesamten Kosten zahlen.
Doch das Problem wird noch größer werden. Denn die Eingeströmten vermehren sich ja mit ihren vielen Kindern nicht nur. Die holen auch noch ihre ganze bucklige Verwandtschaft nach, die wiederum Wohnraum beansprucht und natürlich auch bevorzugt vor den Deutschen bekommt.
Wie dieses immer extremer werdende Wohnungsproblem mal gelöst werden soll oder kann, wenn kaum noch Wohnungen gebaut werden, steht wahrscheinlich in den Sternen. Denn DAS weiß keiner. Entweder Millionen, die hier nichts zu suchen haben, "gehen" wieder. Oder es wird möglicherweise zu einer gewaltsamen Eskalation kommen.
Wie kann ein so kleines Land wie Deutschland in kurzer Zeit Millionen Fremde ins Land einströmen lassen, wenn gar kein Wohnraum vorhanden ist?? Aber auch DAS ist - wie alles, was diese Regierenden seit Merkel tun - purer, gewollter Wahnsinn! Von der Finanzierung dieser Menschen ganz abgesehen, die ja ebenso auf der deutschen Bevölkerung lastet!
"... purer gewollter…
"... purer gewollter Wahnsinn!" Aber von wem gewollt?
Verschwörungstheoretiker würden sagen, daß da Mächte dahinterstehen müssen, die Deutschland abschaffen wollen.
Warum sollten auch unsere(?) Regierenden diesen auch ihnen selbst schadenden Wahnsinn wollen? Die einzig plausible Erklärung für ihr Verhalten, wäre, daß sie müssen. Könnte es sein, daß die erwähnten "Mächte" da Mafiamethoden anwenden?
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