Bitte was? Gescheiterter Kanzler beglückwünscht gescheiterten Nationaltrainer

Merz zum blamablen WM-Aus für Nationalelf: "Habt unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch"

Ein Post auf dem offiziellen X-Account des Bundeskanzlers löste bei vielen Beobachtern Irritation und spöttische Reaktionen aus. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden war, lobte Friedrich Merz den Einsatz des Teams in überschwänglichen Worten. 

Bitte was? Gescheiterter Kanzler beglückwünscht gescheiterten Nationaltrainer


Millionen Zuschauer hatten eine kraftlose und enttäuschende Vorstellung gesehen. Der Kanzler jedoch betonte, das Land sei von der Mannschaft begeistert worden und er sei stolz auf sie. Auf X schrieb er wörtlich: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Viele fragten sich, welches der Spiele er eigentlich gemeint haben könnte – nach einem knappen Gruppensieg in der Nachspielzeit und zwei anschließenden Niederlagen, die den frühen Aus besiegelten.

Das ritualisierte Schönreden von Niederlagen: Eine Gewohnheit, die Verantwortung verhindert

Solche wohlwollenden Formulierungen nach einem klaren Misserfolg passen in ein bekanntes Muster. Das Gesundbeten von Minderleistungen, Inkompetenz und Fehlschlägen ist in Deutschland seit der langen Amtszeit von Ex-Kanzlerin Merkel zur eingefleischten Tradition geworden. Statt Analyse und Konsequenzen folgt häufig das ritualisierte Schulterklopfen – unabhängig davon, wie die tatsächliche Leistung aussah.

In einem lesenswerten Beitrag für Apollo News schreibt Andre Hinz, das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft stehe sinnbildlich für die politische Situation in Deutschland.

Nagelsmanns Amtszeit: Vom versprochenen Neuanfang zum vorhersehbaren Debakel

Wie der Autor darlegt, hat der Bundestrainer, der sein Amt im Herbst 2023 antrat, es trotz des ihm zugeschriebenen Talents nicht geschafft, aus einer mit talentierten und gut bezahlten Einzelspielern gespickten Truppe eine funktionierende Mannschaft zu formen. Hinz betont, dass Nagelsmanns gesamtes Wirken als DFB-Trainer von schwer nachvollziehbaren Personal- und Taktikentscheidungen geprägt war, die für Außenstehende oft rätselhaft blieben und letztlich in einem Debakel mündeten.

Reaktion auf Kritik: Stolz und Trotz statt Lernbereitschaft

Andre Hinz beschreibt, dass Nagelsmann auf berechtigte Kritik an seinen Entscheidungen stets mit Stolz, Trotz und ohne die geringste Einsicht reagierte – vergleichbar mit dem Verhalten eines kleinen Kindes in der Trotzphase. Statt anzupassen, beharrte er auf seinem Kurs.

Kreativer Anspruch als Deckmantel für borniertes Beharren

Hinz zufolge strebte Nagelsmann stets danach, als kreativer Kopf zu gelten, der unkonventionelle und abseitige Entscheidungen trifft. Sobald sich jedoch bestimmte Ansätze für alle erkennbar als Irrweg erwiesen, hielt er oft bis zum Schluss daran fest und gestand einen Fehler erst ein, wenn er aus praktischen Gründen nicht länger aufrechtzuerhalten war.

Undav und Kimmich: Zwei Beispiele für verpasste Korrekturen

Als die Fußballöffentlichkeit bereits länger den Einsatz von Deniz Undav forderte, setzte Nagelsmann ihn demonstrativ auf die Bank, so Hinz. Nachdem Undav im März beim Testspiel gegen Ghana nach seiner Einwechslung sofort das entscheidende Tor erzielt hatte, reagierte der Trainer beleidigt und sprach die Leistung vor einem Millionenpublikum klein.

Ein weiteres Beispiel betrifft Kapitän Joshua Kimmich. Nagelsmann vertrat die Ansicht, der aufgrund mangelnder Schnelligkeit und Zweikampfstärke für die Rechtsverteidigerposition eigentlich ungeeignete Spieler sei dort am besten aufgehoben. Um sicherzustellen, dass dieser Irrtum während des Turniers nicht korrigiert werden konnte, verzichtete er sogar darauf, einen Ersatz für diese Position zu nominieren, wie Andre Hinz kritisch anmerkt.

Ideologie statt Pragmatismus: Die gemeinsame Wurzel von Sport und Politik

Nahezu alle wichtigen Entscheidungen der vergangenen Jahre seien, so Hinz, von einem ideologischen Eifer gekennzeichnet gewesen, der Pragmatismus und Anpassungsfähigkeit vermissen ließ. Der oft als abgedroschen geltende Vergleich zwischen dem Abschneiden einer Nationalmannschaft und der politischen Verfassung eines Landes ist nach Hinz’ Einschätzung in diesem Fall so offensichtlich, dass man ihn nicht ignorieren kann.

Vom Trainer-Debakel zur gesellschaftlichen Frage: Wann folgt auf Schönreden echte Verantwortung?

Andre Hinz fasst zusammen, dass das sportliche Scheitern und die Art, wie darauf reagiert wird, strukturelle Probleme widerspiegeln – sowohl beim Trainer als auch in der breiteren politischen Kultur des Schönredens von Misserfolgen. Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Wann endet endlich das ritualisierte Gesundbeten und beginnt die ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen?

Sven von Storch

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Kommentare

Wahrheitsfinder

01.07.2026 | 10:32

"Habt unser Land begeistert."

Na stimmt doch - zumindest bis vor kurzem - so einigermaßen ! 😆
So klingt halt "Kopf hoch" bei Friedrich Merz ! 👍
 

Die "Fußball-Nationalmannschaft" schlägt den Ball beim Elfmeter mehrmals über die Querlatte auf die Zuschauertribüne und Merz ist davon begeistert. Warum?

Vielleicht sollte man als erstes Abschied vom Multikulit-Traum nehmen, daß jeder nach Deutschland eingeladene Schwarze auch begeistert für Deutschland spielen würde, und daß man es daher wieder mit einer deutschen Fußballmannschaft versuchen möge anstatt mit einer "für Deutschland spielenden Mannschaft".

Denn das gesamt Mittelfeld spielte derartig lustlos und gelangweilt, daß zuerst neben dem Trainer, der das nicht sehen wollte, was jeder minderbegabte Fernsehzuschauer sehen konnte, gefeuert werden.

Merz - der Mann für Abstieg, hat nur seine innere Intension zu Deutschland noch mal bekräftigt.

Merz - Die Bürger ausrauben, austricksen, belügen, bedrohen, seine Kritiker vernichten und das Land dem elitären globalistischen Kapital zum Fraß vorwerfen. 

Merz - der beste Zögling der Merkel vollendet ihr Werk.

Im Ver-Franzler-Tweet zeigt sich wieder einmal die absolute Realitätsfremde eines  fast schon schizo-fremden Kanzlers ,der gerade dabei ist das ganze  Land zu canceln .Es erinnert mich an die letzten Regierungsjahre eines Neros ,der mit seinem Wahn Rom vermutlich niederbrannte  ,so auch unsere kriegstüchtigen Hetzer in unserer Ausmerzregierung ,welche im Genderwahn kurz vor ihrem Untergang stehen !

Vielleicht "wolltemal Merze einen Elfmeter" schießen ,und nun hat ein junger XY im Regierungsamt auf den falschen Rückgratsknopf gedrückt ,wo es keines gibt .

Man muss sagen ,dieser Schuss ging ,wie vieles wieder nach hinten los .

Kanzler mit Rückgrat wären längst zurückgetreten ! Selbst dazu ist Merz unfähig ,aber vielleicht wird ihn das Volk noch aus dem Amt jagen ?

Vergleich zu NERO: Der Sündenbock: Um von den Anschuldigungen gegen sich selbst abzulenken, beschuldigte Nero die Christen, den Brand gelegt zu haben. Dies führte zu einer der ersten großen Christenverfolgungen im Römischen Reich,........

auch dies sehen wir bereits im eigenen Lande !  ( CDU = Chaos durch  Union )

Wie in der prolitik gilt auch hier:

"Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht"

Wir sind auf breiter Front zur Comicfigur der Welt geworden.

Und der dumme deutsche Michel (m,w) wählt trotzdem noch viel zuviel lins.

Johannes Friedrich

01.07.2026 | 12:51

Ich war zu keinem Zeitpunkt stolz oder begeistert von dieser Mannschaft. Sie hatten in ihrer Gruppe nur mit Außenseitern zu tun und von daher war auch das 7:1 des ersten Spiels keine Heldentat. Bereits beim zweiten war der magere Sieg von 2:1 eine Blamage und als sie dann gegen Ecuador sogar unterlagen, war für mich klar, daß sie bald heimreisen werden. Gegen Paraguay sah ich allerdings noch Chancen. Hätte der Schiedsrichter nach dem zweiten Treffer der deutschen Mannschaft nicht diese Fehlentscheidung - von wegen Foul - getroffen, hätten sie allerdings tatsächlich gewonnen. Bei der Blamage beim Elfmeterschießen wurde dann aber klar, daß ein Sieg unverdient gewesen wäre.

Während ich bei der Europameisterschaft 2024 noch die Hoffnung hatte daß sie wieder hochkommen werden, habe ich jetzt jede Hoffnung aufgegeben und denke, daß sie - wie zuvor Italien - in die Bedeutungslosigkeit versinken werden.

Auf diese Mannschaft bin ich jedenfalls so wenig stolz, wie auf die Regierung.

Glaubt Merz seine eigenen Lügen eigentlich selbst?? Ist der so krank, so derart psychisch gestört??

https://web.de/magazine/sport/fussball/wm/wm-news-live-blog-kloeckner-sorgt-dfb-post-kopfschuetteln-42450304

Wir sollen also alle, die Deutschland ruinieren, hätscheln, vertätscheln, in den Himmel heben, ihnen Denkmäler bauen, und ganz wichtig - Orden verleihen.

Ist das die alte/neue Arbeitsmoral der deutschen Führer?

Bis zur nachgewiesenen Regierungsfähigkeit sollten diese armen Seelen abgewählt und dringend einer Eignungsprüfung unterzogen werden.

Wolfgang Lammert

01.07.2026 | 15:49

Er ist halt ein *********. Wenn 70 % der Bundesligaspieler aus dem Ausland kommen, wundere ich mich nicht, dass selbst Norwegen mit 5 Millionen Einwohner ein besseres Team hat, weil es eben 90% Norweger sind. Nagelmann und der Dummbatz passen gut zusammen.

Else Schrammen

01.07.2026 | 17:10

Wo er recht hat, hadder recht, der Fritze. Ja, wir alle sind stolz auf „unsere NATIONAL-Mannschaft“ (2022 in Katar hieß sie noch nur „Mannschaft“), denn sie hat etwas fast Unmögliches geschafft: Sie durfte, anders als die Italiener, zur Fußball WM in die Neue Welt reisen, um dort gegen Mannschaften zu spielen, vor denen jeder normale Fußballer vor Ehrfurcht, aber auch Angst erstarrt wäre. Trotzdem haben die Spieler uns begeister (sagt der Fritze), denn sie haben Curaçao besiegt (wo liegt das eigentlich?).  Wir knien vor Ehrfurcht nieder, so wie 2018 und 2022! Aber, Wir sind stolz auf euch! Sagt zumindest der Fritze. Aber der ist ja auch stolz auf seine Regierungs-Mannschaft!

so ist das in diesem Land, ein Versager würdigt den anderen, 

Deutschland ist ne Lachplatte,,,,

Bislang ist mir völlig entgangen, mit welchem sonnigem Humor der Sauerländer gesegnet ist. Er nähert sich immer mehr der Kabarettreife. ****lach****brüll****schenkelklopf****

Ronald Schroeder

01.07.2026 | 21:23

Vielmehr war es eine der üblichen, routinierten Stellungnahmen der führenden Funktionäre der BRD, eine der täglichen Pleiten zu (wenn schon nicht Erfolgen), so doch wenigstens als Beispiel herausragenden Fleißes und Einsatzes umzudeuten.

Wenn sich Luschen gegenseitig attestieren wie toll sie sind, und mit dem Auf-die-Schulter-klopfen nicht mehr fertig werden... .

Diese schlechte Leistung für die hohe Vergütung auch noch zu loben, entspricht genau der schlechten Leistung unserer Regierung und der Erhöhung der Diäten und vollen Taschen, die die Politiker sich immer selbst genehmigen. Völlig realitätsfremd.

Ganz ehrlich: Warum hat man vornehmlich Fussballer aufgestellt, die um die 30 Jahre alt und älter sind ? Das war eher Seniorenfußball. Nur weil die bekannte Namen haben? Meiner Ansicht nach gehören da junge vitale Talente hin. Es gibt mit Sicherheit in Deutschland junge Männer, die sehr gut Fußball spielen können.

Die alten Fußballer laufen auch unter einem neuen Trainer nicht schneller. Da können die noch so viele Reflexionsgespräche und Aufarbeitungen machen.

die internationale Fußballwelt lacht über Deutschland. Ein laues Spiel der Deutschen; sie hatten den Ball - die anderen die Kontrolle. Nicht in der Lage eine defensiv spielende Mannschaft zu überrennen. Das mit einem Gegner, der rangiert bei 34 und wir bei 10. Klasse, sieht anders aus, ist Fritzl entgangen. Aber Selbstüberschätzung ist Merz eigen, sieht man bei der Freiheit der Meerwege.. Stolz auf Lieferketten sein, nicht mein Krieg. Na was wohl, sind wir auf freie Meereswege angewiesen.  Fritzl entgangen. So entgeht ihm seine fallende Bedeutung im Ausland; Geldgeschenke helfen da auch nicht, wie jetzt in der UNO. Trotzdem bleibt Wadephul, der das verbockt hat, oder nicht? Wo zwei Köche brutzeln, da schmeckt Suppe salzig.. Berlin ist einfach nur salzig...Zeit für die Zeitenwende in Berlin, die CDU muss weg.

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