Angeblich zum Schutz kritischer Infrastruktur

Landesregierung will Informationsfreiheit der Brandenburger einschränken

Die Landesregierung in Brandenburg arbeitet an Änderungen beim Zugang zu amtlichen Informationen. Offiziell wird der Schritt mit dem Schutz sensibler Einrichtungen vor Bedrohungen begründet. Beobachter sehen darin jedoch den Beginn eines systematischen Abbaus demokratischer Kontrollmöglichkeiten.

Angeblich zum Schutz kritischer Infrastruktur


Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte, dass ein Gesetzentwurf zur Überarbeitung des Akteneinsichts- und Informationszugangsgesetzes entsteht. Das Ziel bestehe darin, auf aktuelle Bedrohungslagen zu reagieren. Konkrete Regelungen zu den geplanten Einschränkungen sind bisher nicht bekannt. Das Ministerium argumentiert, der Schutz kritischer Infrastruktur sei angesichts vielfältiger Gefahren von zentraler Bedeutung und erfordere Anpassungen beim Umgang mit amtlichen Daten.

Grenzen der Landesverfassung verhindern radikale Geheimhaltung

Im Unterschied zu bundesweiten Überlegungen soll der Eingriff in Brandenburg nicht so tiefgreifend ausfallen. Die Landesverfassung setzt enge Grenzen, die umfassendere Beschränkungen erschweren. Bislang gilt der Grundsatz, dass jede Person einen Anspruch auf Einsicht in amtliche Unterlagen hat, solange keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen dagegenstehen. Die Regierung betont, dass sie diese Grundlinie nicht vollständig aufgeben wolle.

Bundesländer im Gleichschritt: Der Trend zu eingeschränkter Informationsfreiheit

Die Reformvorhaben in Brandenburg sind Teil einer breiteren Entwicklung in mehreren Bundesländern. Neben Potsdam planen auch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen Anpassungen ihrer Informationsfreiheitsgesetze. Begründet werden diese Schritte meist mit Sicherheitsbedürfnissen und dem Abbau von Bürokratie. In Berlin wurden bereits entsprechende Änderungen beschlossen. Auf Bundesebene diskutieren Union und SPD ähnliche Verschärfungen, die den Informationszugang für Medien und Verbände deutlich erschweren könnten.

AfD: Landesregierung geht zu weit

Transparenzinitiativen und Datenschutzfachleute warnen vor den Folgen. Pauschale Beschränkungen des Informationszugangs schafften keine zusätzliche Sicherheit, sondern minderten die Kontrollmöglichkeiten der Öffentlichkeit.

Die AfD im Brandenburger Landtag sieht durch die Reformvorhaben der Landesregierung eine Einschränkung des Zugangs zu Dokumenten und Informationen heraufziehen. Dadurch würden Transparenz und Verantwortlichkeit abgebaut und eine Abschottung gegenüber Journalisten und weiteren Akteuren herbeigeführt, erklärte der Fraktionsvorsitzende Hans-Christoph Berndt. Medien und Bürger müssten deutlich machen, „dass die Landesregierung damit zu weit geht.“

Sven von Storch

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Kommentare

Stellen wir uns mal vor ,man schließt einfach diese Landesregierung ein .Könnte man vergleichen ° Eine kleine Einschränkung bewirkt vielleicht Wunder im Geiste des Verständnisses ? 

Else Schrammen

21.07.2026 | 18:08

Und wer trägt die alleinige Schuld daran, dass Bund und Länder solch rigorose Maßnahmen ergreifen und die "Meldestellen" ständig die Computer überwachen müssen? Doch nur die AfD! Aber hinterhältig wie die AfD nun mal ist, hält sie die innigen Kontakte zu Moskau und Peking aufrecht. Wegen der Überwachungen natürlich nicht mehr per E-Mail. Aber sind Euch schon mal die Schwärme von Brieftauben aufgefallen, die in Richtung Osten unterwegs sind? Mit dem Zettel im Schnabel und von der Mutte ... ähm der AfD einen Gruß!

Der Toni

22.07.2026 | 06:31

In reply to by Else Schrammen

Na bist du schon so von den Staatsmedien geblendet das du so eine Aussage triffst. Wer zu solchen Äußerungen kommt mag ZDF und ARD und wählt warscheinlich Links.

MfG der Toni

Habe ich meinen Kommentar nicht deutlich genug mit "Ironie" gekennzeichnet? Spätestens bei den "Brieftauben" hätte es klingeln müssen. Ich wähle die AfD von deren Beginn an und hoffe inständig, dass sie bei den nächsten LT so viele Stimmen bekommt, dass ohne sie eine Regierung nicht mlglich isst!

MfG die Else, die blaue!

Ulrich Geiger

25.07.2026 | 14:15

In reply to by Else Schrammen

Die Ironie Ihrer häufig pointierten, spitzen  Kommentare sollte tatsächlich deutlicher erkennbar sein, um Missverständnisse zu vermeiden. Nicht jeder erkennt in Ihren frappierenden Aussagen sofort den Witz, mit dem Sie ja eigentlich zum Umdenken, ja zum Protest herausfordern.

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