"Wirken einschüchternd und zu politisch"

Kasseler Biergarten-Betreiber verbietet Gästen die Deutschlandflaggen

Während Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft jubelt, verbot der Biergarten „Boreal“ am Kulturzentrum Schlachthof in Kassel zunächst die Deutschlandflagge.

"Wirken einschüchternd und zu politisch"

Nachdem sich Entrüstung breit machte, ruderte der Betreiber hektisch zurück und erklärte, dass nun alle Nationalflaggen der 48 WM-Teilnehmer für alle Gäste untersagt seien.

Wenn die eigene Flagge plötzlich zur Bedrohung erklärt wird

Die ursprüngliche Ansage im Biergarten zielte erkennbar auf die deutsche Schwarz-Rot-Gold-Fahne ab. Fahnen könnten, so hieß es, auf manche Gäste ausgrenzend, einschüchternd oder politisch aufgeladen wirken. Man wolle keine Symbole dulden, die spalten – und begann damit genau bei dem Banner, das 2006 Millionen Menschen in gemeinsamer Freude vereinte. Die Begründung der Betreiber klang wie eine bittere Satire auf das eigene Land.

Gleichbehandlung durch nachträgliches Verbot für alle

Erst nach dem Sturm der Entrüstung relativierte der Schlachthof-Geschäftsführer Mirko Zapp die Regel. Nun gelte das Verbot selbstverständlich für alle Nationen gleichermaßen. Statt die ursprüngliche Einschränkung zurückzunehmen, wurde sie auf alle WM-Teilnehmer ausgeweitet. Eine bemerkenswerte Form der Fairness: Statt einzelne Gruppen auszunehmen, wird einfach allen das Mitbringen von Fahnen untersagt.

Vom Sommermärchen zur ideologischen Umdeutung

Besonders aufschlussreich ist der nachträgliche Hinweis, nationale Fahnen stünden heute in einem anderen gesellschaftlichen Kontext als noch 2006. Damals gelang es dem Land, ausgelassen und ohne aggressive Untertöne zu feiern. Heute soll dasselbe Symbol plötzlich problematisch sein. Die Fahne hat sich nicht verändert – verändert hat sich der Blick derjenigen, die in ihr ein Bedrohungsszenario erkennen wollen. Wer die eigene Nationalflagge unter diesen Vorzeichen als potenziell einschüchternd einstuft, offenbart vor allem ein gestörtes Verhältnis zum eigenen Land.

Öffentliche Mittel für die Verbannung nationaler Symbole

Das Kulturzentrum Schlachthof wird mit Steuergeldern der Stadt Kassel und des hessischen Landesministeriums gefördert. Der Steuerzahler finanziert damit eine Einrichtung, die ihm untersagt, die Fahne seines eigenen Landes zu zeigen. Besonders paradox wirkt dies angesichts des erklärten Schwerpunkts auf Migration: Räume, die Menschen bieten sollen, die ihre Heimat verlassen mussten, werden zu Orten, an denen jeder seine eigene Herkunft symbolisch verbergen soll, damit sich niemand verunsichert fühlt.

Der Wunsch nach unbeschwertem Feiern ohne Scham

Die breite Kritik an der Entscheidung zeigt, dass viele Deutsche diese ideologische Verspannungen und Verbiegungen satt haben. Sie wollen ihre Mannschaft anfeuern, gemeinsam jubeln und ihre Verbundenheit zeigen – ohne sich dafür rechtfertigen oder verstecken zu müssen. 

Die Forderung nach einem feierlichen, inklusiven Rahmen ist verständlich. Doch ob dieses Ziel durch das Verbot aller nationalen Symbole erreicht wird oder ob es am Ende nur eine neue Form der Zurückhaltung schafft, bleibt die offene Frage. Die Menschen haben das Recht, ihre Herkunft und ihre Begeisterung sichtbar zu leben, statt sie aus Rücksicht auf mögliche Befindlichkeiten zu verbergen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

18.06.2026 | 10:11

... „Besonders aufschlussreich ist der nachträgliche Hinweis, nationale Fahnen stünden heute in einem anderen gesellschaftlichen Kontext als noch 2006.“ ...

Weil jene das Beispiel gab https://www.youtube.com/watch?v=siqHZsMMwkM, welche uns auch m. E. bereits 16 Jahre allmächtig diktierte und scheinbar nun vom SPIEGEL als Bundespräsidentin gewünscht wird??? https://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-als-bundespraesidentin-deutschland-braucht-sie-a-f16771c8-34da-46ea-8073-b5148149aeec 

Bereitet sie ihre die bzgl. Zukunft etwa schon vor https://anti-spiegel.ru/2025/angela-merkel-hat-den-streit-der-nachkriegsordnung-eroeffnet/ um hernach erneut entspr. göttlich(?) wirbeln zu können???

Eine solche Haltung spricht sich herum. Einfach mit ein paar freundlichen Worten das wegbleiben erklären bzw ankündigen und dort sein Geld ausgeben, wo man sich wohl fühlt bzw willkommen ist. Für den Betreiber zapp könnte es wirtschaftlich schnell zappenduster werden. Ging anderen auch schon so. Go woke go Broker. "Lernen durch Schmerz" heißt die Lektion. 

Else Schrammen

18.06.2026 | 14:57

Mein Gott, wohin hat uns das grünwoke Geso*ks gebracht? Nicht mal zur Fußball WM darf Schwarz-Rot-Gold, unsere Nationalfahne gezeigt werden? Sie soll "... auf manche Gäste ausgrenzend, einschüchternd oder politisch aufgeladen wirken..."? Darf dann wenigstens für diese "besonderen" Gäste die grüne Fahne des Propheten oder die schwarze des IS gezeigt werden? Und wir zahlen mit unseren Steuern auch noch für diesen Schwachsinn? Einzige Möglichkeit für normal denkende Menschen: Einen großen Bogen um diese "Gaststätte" und ab in den nächsten Biergarten, mit Deutschland-Fahne!

Aber die Fahnen von gewissen OPEC-Mitgliedern
dürfen doch schon "neu-patriotisch" geschwenkt
werden, oder?

Jetzt so in dieser "Transition-Period" - bevor man es
schlussendlich ja wohl muss ?...

Na dann bleibt doch hoffentlich dieser Biergarten ab sofort gähnend leer!!

Wer doch dort hingeht, ist dann definitiv selbst ein Deutschland-Flaggen-Hasser!! DAS sollte jedem klar sein.

Richtig, so einfach ist das zu sehen. Der Markt regelt sich ja selbst, besonders, weil es die Mehrheit ist, die bestimmt. Und die Mehrheit in D ist blau. Ergo: Solche Zeckengärten werden immer leerer werden.

Ronald Schroeder

18.06.2026 | 21:37

Vermutlich ist Herr Zapp ein ganz normaler Mensch, privat vielleicht auch ohne jeden Deutschenhaß. Wer aber Geschäftsführer eines von Steuergeldern finanzierten Biergartens ist, hängt am Subventionstopf des politischen Establishments.  Da dürfte man es in Kassel mit Deutschlandfahnen nicht leicht haben. Den Oberbürgermeister stellen die Grünen. Noch Fragen? Wahrscheinlich hatte der arme Herr Zapp nur keine Lust, bei seinem Subventionsgeber antanzen zu müssen, weil er Deutschlandfahnen in seinem Biergarten duldet. Zur kulturellen Vielfalt der Toleranten gehört die deutsche Kultur nicht gerade. Um so lockerer darf man in diesem Biergarten vermutlich "Alles für die Türkei." krakeelen.

Die Kultur des Diederich Heßling hat sich in  der BRD längst wieder durchgesetzt. Mannesmut vor Königsthronen ist nicht die typische Charaktereigenschaft weichgespülter, rückgratloser Parteifunktionäre. Die von Ihnen abhängigen Bonzen kommunaler, kommunalnaher und von Steuergeldern gemästeter Unternehmen müssen sich zwangsläufig entsprechend verhalten. Kein beneidenswerter Job, wenn man nicht zum moralischen Prekariat gehört.

Na bei "bundeswehrundmehr" sind die Deutschlandflaggen offenbar "im WM-Fieber" - heiß begehrt ... gilt es doch vs. die Russen die DEUTSCHE Flagge zu zeigen - wie folgt :

https://www.instagram.com/p/DZenZeAj_2o/

...und auch sonst zeigt die Bundeswehr sehr gerne die Deutschland-Flagge :

https://www.youtube.com/shorts/zHxwCvtq0nc

https://www.youtube.com/watch?v=CZYE8sJreUg

Fallschirmspringer der Bundeswehr landen auf der ILA 2026

 

 

Rechtliches 

 

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/verfassung/staatliche-symbole/bundesflagge.html

Wer darf die Bundesflagge und die Bundesfahnen verwenden?

Die Bundesflagge (ohne Bundesschild) darf von jedermann jederzeit und überall verwendet werden. Eine Grenze zieht hier das Strafgesetzbuch mit dem Verbot der Verunglimpfung (§ 90 a StGB).

Dagegen ist die Bundesdienstflagge (mit Bundesschild) den Bundesdienststellen vorbehalten.


https://www.reddit.com/r/vexillology/comments/ttre9o/some_facts_on_german_flags/?tl=de

Einige Fakten über deutsche Flaggen



by the way

 

Darf IM Czerny die Flagge der DDR im öffentlichen Raum nutzen? (Google KI)

 

Ja, IM Czerny darf die Flagge der DDR im öffentlichen Raum nutzen. Das Zeigen und Verwenden der DDR-Flagge (Schwarz-Rot-Gold mit Hammer, Zirkel und Ährenkranz) ist in Deutschland rechtlich nicht verboten. Sie gilt als historisches Symbol eines untergegangenen Staates und fällt unter die grundgesetzlich geschützte Meinungsfreiheit. [1, 2, 3]

Obwohl die Flagge in der Bundesrepublik während der Zeit der deutschen Teilung bis Ende der 1960er-Jahre als verfassungswidrige „Spalterflagge“ polizeilich verfolgt wurde, sind diese Verbote seit der Wiedervereinigung komplett aufgehoben. [1, 2, 3, 4]

Dennoch müssen bei der Nutzung im öffentlichen Raum bestimmte gesetzliche Rahmenbedingungen beachtet werden:

Grenzen der erlaubten Nutzung

Keine Störung des öffentlichen Friedens: Das Zeigen darf nicht in einer Form geschehen, die den Tatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB erfüllt (z. B. durch gezielte Kombination mit volksverhetzenden Parolen). [1, 2]

Keine Behinderung oder Gefährdung: Wer die Flagge im Straßenverkehr (z. B. an einem Fahrzeug) führt oder im öffentlichen Raum aufstellt, darf die Verkehrssicherheit oder Passanten nicht gefährden. [1, 2]

Besonderheiten im Dienstverhältnis: Sollte es sich bei der Person um einen aktiven Soldaten oder Beamten im Dienst handeln, könnte das Zeigen im dienstlichen Umfeld trotz fehlenden Strafverbots gegen die politische Treuepflicht und das Mäßigungsgebot (z. B. § 8 Soldatengesetz) verstoßen. Im rein privaten Bereich als Zivilist im öffentlichen Raum bleibt es jedoch straffrei.[1]

KI-Antworten können Fehler enthalten. Zur Beratung in rechtlichen Fragen solltest du dich an einen Experten wenden. Weitere Informationen

 

Auf geht`s also - IM Czerny :

 

https://img.sparknews.funkemedien.de/403048127/403048127_1684314965_v16_9_1200.jpeg

https://www.waz.de/incoming/article404160455/lothar-de-maiziC3A8re-ddr-war-kein-unrechtsstaat.html

Lothar de Maizière - „DDR war kein Unrechtsstaat“

https://www.berliner-zeitung.de/article/arroganz-distanz-ignoranz-das-fing-nicht-gut-an-mit-der-deutschen-einheit-2263529

https://berliner-zeitung.imgix.net/2024/10/18/1819c4aa-3d87-4caf-a242-4194a053a727.jpeg?w=1240&auto=format&sharp=15&fit=crop&auto=compress

...da hat er richtig Spass - unser Stasi IM Czerny - mit seiner stolzen DDR-Flagge.

https://www.kas.de/o/adaptive-media/image/7107858/teaser/Wahl+zur+Volkskammer+am+18.3.1990.jpg?t=1761294810409

...und dann die 180 Grad Wende ... und der Ost-CDU-Wohlstand für "ALLE" (NICHT) !

 

KURZUM - DDR-Volksgenossen von IM Czerny :

 

> Bitte wieder Flagge zeigen !

https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_der_Deutschen_Demokratischen_Republik#/media/Datei:Flag_of_East_Germany.svg

 

MP

Dieser Biergartenbetreiber war wohl mehr nur für "Quere Personen "? Als Biergantenbetreiber ist es durchaus üblich öfter mal eine Fahne zu haben ,dann läuft so manches Quer-Beet ,somit passt es ja in die linksgrünver.....fte Kreisverkehr-Aktualität .Blöd nur ,wenn die Nation farbneutral geradeaus denkt und auf seine Werte stolz ist. Aber vielleicht haben solche "Ausländer" unsere Werte noch nicht verstanden.Eine Möglichkeit in einem anderen Land würde solche Gärten vielleicht unter Denkmalschtz stellen ,hier könnte nun dieser Garten ,ganz ohne Fahnen schnell verwildern ?

walter von der vogelweide

19.06.2026 | 13:07

aber sterben dürfen wir für die Fahne. Nur kein Bier trinken mit dem Symbol des eigenen Landes.  Finde den Fehler.....

Den Biergarten schließen, und den Schlüssel wegschmeißen

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.