Um 51 Prozent eingebrochen

Innerdeutscher Luftverkehr liegt praktisch am Boden

In Deutschland eskaliert der ideologische Feldzug gegen den Klimawandel zu einem Frontalangriff auf den innerdeutschen Flugverkehr, der seit Jahren systematisch ausgehungert wird. 
 

Um 51 Prozent eingebrochen


Während Branchen wie Automobil, Chemie oder Zement unter immer schärferen Vorschriften ächzen, trifft es den Luftsektor besonders hart: Politische Einmütigkeit in der Bekämpfung eines halluzinierten menschengemachten Klimawandels hat hier zu einem dramatischen Abbau geführt, der Unternehmen isoliert und Wettbewerbsnachteile schafft. Der einst vitale Netzwerkverkehr liegt faktisch am Boden mit einem beispiellosen Einbruch, vermelden die Neue Zürcher Zeitung und Nius.

Klimaschutz als Kettenbremse: Warum Deutschland am Boden bleibt, während Europa abhebt

Der innerdeutsche Flugverkehr hat seit 2019 einen Absturz erlebt, der seinesgleichen sucht – ein Rückgang um satte 51 Prozent bei den angebotenen Verbindungen. Viele direkte Stadt-zu-Stadt-Routen, die vor der Corona-Pandemie selbstverständlich waren, sind einfach weggefallen und nie zurückgekehrt. Im Vergleich dazu verbleibt der Rest Europas nur sechs Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau.

Ohne die großen Lufthansa-Hubs in München und Frankfurt wird die Bilanz noch düsterer: Hier beträgt der Einbruch über 80 Prozent, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) konstatiert. Dieser Kollaps ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer fanatischen Klimapolitik, die den Flugverkehr als Sündenbock auserkoren hat und Unternehmen in eine Abwärtsspirale zwingt.

Die grüne Amputation des deutschen Flugnetzes

Das Ergebnis ist, daß viele Unternehmen keine Möglichkeit mehr haben, Mitarbeiter schnell von A nach B zu bringen innerhalb Deutschlands, da auch die Deutsche Bahn wie der Luftverkehr in der Koma-Abteilung liegt.

Laut Nius sind folgende Routen, die 2019 noch bedient wurden, ersatzlos weggefallen:

Dresden – Stuttgart
Hannover – Stuttgart
Köln – Dresden
Düsseldorf – Stuttgart
Friedrichshafen – Hamburg
Berlin – Karlsruhe
Köln – Leipzig
München – Rostock
Düsseldorf – Friedrichshafen
Münster – Stuttgart
Münster – Frankfurt


Der Flugbetreiber Easyjet hat sich komplett aus dem innerdeutschen Markt verabschiedet. Auf Kernstrecken wie Berlin nach Köln hat sich die Fluganzahl von 12.198 Hin- und Rückflügen im Jahr 2019 auf magere 2.400 im Jahr 2025 reduziert. Die Verbindung zwischen der Bundeshauptstadt und dem Münchner Hub? Von 17.211 auf 7.521 Flüge geschrumpft. Airlines wie Ryanair haben ebenfalls den Rückzug angetreten. Diese Löcher im Netz isolieren nicht nur Regionen, sondern lähmen Unternehmen, die auf schnelle Mobilität angewiesen sind – eine neue Perspektive, die zeigt, wie sogenannter Klimaschutz direkt in die Deindustrialisierung beiträgt.

Europas Flugboom vs. Deutschlands Stillstand: Klimafanatismus als Wettbewerbskiller

Während Deutschland in der Luftfahrt dramatisch stagniert, erleben Nachbarländer einen Aufschwung: Spanien, Polen, Italien, Griechenland und Portugal melden Wachstumsraten zwischen fünf und 21 Prozent, so der BDL. Dieser Kontrast unterstreicht, wie der deutsche Klimafanatismus nicht nur den nationalen Verkehr lähmt, sondern auch globale Wettbewerbsfähigkeit untergräbt. Unternehmen hierzulande verlieren an Attraktivität, da effiziente Verbindungen fehlen.

Grünes Kerosin und Tankering-Verbot: Wie die EU den Flugverkehr mit absurder Bürokratie stranguliert

Hinzu belastet insbesondere deutsche Fluglinien die langsame Strangulation aus Brüssel durch wahnsinnige Überregulierung. Eine der absurdesten Hürden stammt aus der EU-Verordnung 2023/2405, bekannt als "ReFuelEU Aviation", die ab Januar 2025 greift. Airlines müssen laut dieser Verordnung mindestens zwei Prozent sogenannten "nachhaltigen Kraftstoff" (SAF) tanken, bis 2050 sogar 70 Prozent. Lufthansa wird gezwungen, praktisch ausschließlich mit alternativem Kerosin, im Volksmund Frittenfett genannt, abzuheben mit dem kuriosen Effekt, daß altes Frittierfett inzwischen zur heißen Diebesgutware in Deutschland gehört.

Besonders irrwitzig: Das Verbot des "Tankering". Diese gängige Praxis, bei der Flugzeuge genug Treibstoff für Hin- und Rückflug an der günstigeren Basis laden, wird von der EU nun als Klimasünde verboten. Die EU argumentiert, dass extra Gewicht den Verbrauch und Emissionen steigert, was die Umweltschutzbemühungen untergrabe. Analog zu Autofahrern, die in Grenzregionen mit günstigem Sprit volltanken, um Kosten zu sparen, durften Airlines bisher dasselbe tun – doch nun müssen sie 90 Prozent des Kraftstoffs am Abflugort in der EU beziehen, basierend auf dem Jahresverbrauch.

Bußgeld-Hammer und Berichtswahn: Die versteckte Kostenfalle der EU-Regeln

Um dies durchzusetzen, fordert die Verordnung einen bürokratischen Albtraum: Bis zum 31. März eines jeden Jahres – erstmals 2025 – müssen Airlines detaillierte Berichte über getankte, nicht getankte und benötigte Mengen an jedem relevanten EU-Flughafen an Behörden und die Europäische Agentur für Flugsicherheit liefern. Bei Verstößen drohen "verhältnismäßige und abschreckende" Bußgelder, mindestens doppelt so hoch wie die Kosten der fehlenden Treibstoffmenge zum Jahresdurchschnittspreis. 
 

Sven von Storch

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Comments

Johannes Friedrich

12.12.2025 | 10:35

Was den innerdeutschen Flugverkehr betrifft, habe ich für diesen keinerlei Verständnis. Mit dem ICE braucht man kaum länger, als mit dem Flugzeug - vorausgesetzt, er fährt pünktlich. Und hier muß angesetzt werden - anstatt den Flugverkehr zu subventionieren, gehört dieses Geld eingesetzt, um die Bahn wieder auf Vordermann zu bringen.

Das sehe ich genau so wie Sie.

Aber Sie sind hier auf einem Forum, wo grundsätzlich gegen alles geschossen wird, was einen Hauch von Öko und Grün an sich hat, aus Prinzip.
Logik und Vernunft dürfen Sie da nicht erwarten.

Gerade der ICE ist die schärfste Konkurrenz zum innerdeutschen Flugverkehr:
- bei Sonder- Super Sparpreisen in Verbindung mit Bahncard unschlagbar billiger als jeder Flug
- man sitzt deutlich bequemer mit viel mehr Platz, man kann viel schöner aus dem Fenster schauen
- die Bahnhöfe fahren direkt bis in die Innenstädte und man hat direkt Anschluss an den ÖPNV
- in der Gesamtbilanz ist man sehr oft schneller mit der Bahn als im Flieger, Deutschland ist einfach zu klein, als das sich das Fliegen lohnt
- die CO2 Bilanz ist auf Kurzstrecken miserabel

Ekkehardt Fritz Beyer

12.12.2025 | 11:48

... „Während Branchen wie Automobil, Chemie oder Zement unter immer schärferen Vorschriften ächzen, trifft es den Luftsektor besonders hart: Politische Einmütigkeit in der Bekämpfung eines halluzinierten menschengemachten Klimawandels hat hier zu einem dramatischen Abbau geführt, der Unternehmen isoliert und Wettbewerbsnachteile schafft. Der einst vitale Netzwerkverkehr liegt faktisch am Boden mit einem beispiellosen Einbruch, vermelden die Neue Zürcher Zeitung und Nius.“!!! ...

Weil der Luftraum über Deutschland in erster Linie etwa für die Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung https://de.wikipedia.org/wiki/Flugbereitschaft_des_Bundesministeriums_der_Verteidigung und die Grünen freizuhalten ist??? https://www.focus.de/politik/deutschland/doppelmoral-beim-fliegen-liste-zeigt-beim-reisen-sind-die-gruenen-politiker-die-schlimmsten-umweltsuender_id_11016930.html

 

 

Else Schrammen

12.12.2025 | 15:37

Super, wir gehen goldenen Zeiten entgegen, In Deutschland fliegen dann keine Flieger mehr, die Bahn fährt eh nicht und das zuverlässige Verbrennerauto wird verschrottet und gegen eine hochpreisige elektrische Kleinkutsche eingetauscht. Wenn dann 40 Millionen Autofahrer elektrisch unterwegs sind, steht nicht genügen Strom für alle zur Verfügung, heißt: Entweder Thermomix oder Auto. Wenn's hart auf hart kommt, heißt es dann - wie vor einigen hundert Jahren - Fortbewegung auf Schusters Rappen. Was will der moderne Mensch (in Deutschland) auch mit den Errungenschaft der Technik anfangen. Er soll an's KLIMA denken!

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