Merkwürdig hoher Unterschied bei Landtagswahl: Briefwähler wählten mehrheitlich links

Bei einer reinen Urnenwahl hätte die AfD mehr als 51 Prozent der Stimmen geholt

Rund ein Fünftel der Stimmberechtigten nutzte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den Briefweg. Die große Mehrheit ging persönlich ins Wahllokal. Beide Gruppen entschieden sich fundamental anders.

Merkwürdig hoher Unterschied bei Landtagswahl: Briefwähler wählen mehrheitlich links


Wer per Brief votierte, gab der AfD 24,3 Prozent. Genau denselben Anteil erreichte dort die CDU. Wer hingegen an der Urne abstimmte, vergab 51,2 Prozent an die AfD und nur 14,5 Prozent an die CDU. Der Abstand zwischen beiden Parteien lag bei den Präsenzstimmen bei 36,7 Prozentpunkten.

Die übrigen Parteien schnitten unter den Briefstimmen durchweg besser ab. SPD, Grüne und Linke kamen jeweils auf zweistellige Werte, das BSW auf sechs Prozent. Die FDP blieb auch in dieser Gruppe mit 3,3 Prozent unter der Fünfprozenthürde.

Die Urne allein hätte der AfD die absolute Mehrheit geschenkt

Die Zahlen derjenigen, die persönlich im Wahllokal erschienen, ergeben ein eindeutiges Bild. Hätte ausschließlich an der Urne gewählt werden können, läge die AfD über der Marke von 51 Prozent.

Das Muster, dass die AfD bei Präsenzwählern deutlich stärker abschneidet als bei Briefwählern, wiederholt sich. Briefwähler sind häufiger älter, leben eher in Städten oder Einrichtungen und neigen zu den etablierten Parteien. Sie zeigen zudem eine festere Parteibindung.

Gleichzeitig entscheiden sich AfD-Anhänger bevorzugt für den Weg ins Wahllokal. Sie betrachten die Briefwahl als Verfahren, das sich weniger unmittelbar kontrollieren lässt und deshalb anfälliger für unbefugte Eingriffe wirkt.

Sven von Storch

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Kommentare

Meine Wenigkeit tippt auf Wahlbetrug, so wie es vor der Wahl bereits mehrfach an die Öffentlichkeit kam. Das Kartell hat diese Wende bereits vor Jahren kommen sehen, und dementsprechend Gesetze geändert. In den letzten Wochen zeichnete sich das gestrige Ergebnis schon ab, weshalb der gestern abgetauchte Merz verkündete, er werde alles tun, um den endgültigen AfD-Sieg zu verhindern. Was das bedeutet, wissen die Menschen.

Mehrere Parteien, die um ihren Einzug in den Landtag bangen mußten, hatten plötzlich die doppelten Stimmanteile als vor der Wahl. Zufall ? Ich denke nicht. Aber das Zünglein an der Waage war meiner Meinung nach das BSW. Dieses "Hü und Hott" am Abend vermittelte mir den Eindruck, daß die große Rechnerei im Hintergrund ausschlaggebend war, je nachdem ob die AfD einen "Partner" bräuchte, oder nicht.

Was mir nicht in den Kopf will, ist, daß gerade die älteren Generationen scheinbar nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, sollten sie ihr Kreuz tatsächlich selbstständig verschenkt haben. Sehen sie die Parallelen nicht, wenn die Union in ihrem Nazisprech von "Kriegstüchtigkeit" schwafelt ? 

Das ist doch schon lange bekannt. Mit Corona wurde die Möglichkeit der Einflußnahme erst richtig erkannt. Deshalb einfach die Briefwahl abschaffen.

Die Termine der Wahlen sind lange genug bekannt. Wer da nicht da ist, macht nicht mit.

2 Tage von 8- 18 Uhr die Wahllokale öffnen, das muss reichen. Wem die Wahl wichtig ist, der kommt vorbei, den Rest brauchen wir eh nicht.

Else Schrammen

07.09.2026 | 13:54

Wer ein anderes Ergebnis bei der Briefwahl erwartet hat, muss nach der ersten Hochrechnungen zu tief ins Champagnerglas geschaut haben (AfD Wähler). Wer auf ein schlechteres Ergebnis gehofft hat, muss sich jetzt mit einer Flasche Fusel trösten (Brandmauer Wähler)!

karlheinz gampe

07.09.2026 | 14:17

Denn sie erleichtert den Betrug! Denn sie ist nicht öffentlich einsehbar und leicht manipulierbar! Verbot der Briefwahl!

Das ist es ja! Briefwahl ermöglicht Betrug. Siehe USA 2021...
Ginge alles korrekt zu, wäre die AfD bereits seit 2022 am regieren.

Die AFD-Wähler werden vom linksradikalen Nestbeschmutzermob als "Braune Saat", "Nazis" "Rassisten" etc., etc., etc., bezeichnet. Doch die meisten AFD Wähler sind von der CDU/CSU und SPD herüber gewandert, weil ihnen die Neoliberale Politik ihrer Altparteien gegen den Strich geht. Das heißt im Klartext, wenn alle AFD Wähler braune Saat, Nazis und Rassisten wären, so waren diese "Braune Saat-Bürger" die letzten Jahrzehnte alle uneingeschränkt Wähler der SPD und CDU/CSU. Somit wären die "Altparteien" die Brutstätten des Rassismus und der "Braunen Saat" und demnach müßten SPD, CDU/CSU, Grüne und Linke sowieso verboten werden!

Ja, das mag einem nicht gefallen, dass die Briefwahlergebnisse so anders sind. Aber das ist Teil des demokratischen Wahlsystems. Der wichtigste Satz, den Sven Schulze nach der Wahl gesagt, war: "das ist kein schwarzer Tag für Sachsen-Anhalt - das ist Demokratie!". Und respektabel hat er dem Wahlsieger gratuliert - das haben Linke nicht nötig, weil sie respektlos sind! 

Es ist ja auch hier im Westen schon immer so, dass die Briefwahlergebnisse leider einen höheren linksgrünen Stimmenanteil aufweisen als die Urnengebnisse, die traditionell eher mitte/konservativ/liberal sind. Es ist halt die Bildungselite (das linksgrüne Establishment), die meint nicht ins Wahllokal gehen zu müssen. Das kann einen stören, aber es ist deren Freiheit - aufregen darüber lohnt sich nicht. Wir sind doch für die Freiheit, oder?! Die Briefwahl- u. Urnenwahlergebnisse treffen sich halt in der Mitte - das man so hinnehmen. (Als Stuttgarter kann ich nur ein frustriertes Lied auf die hohen grünen Wahlgewinne der ganzen letzten Wahlen anstimmen, die besonders auch aus den Briefwahlergebnissen generiert werden - damit leben/mich damit irgendwie arrangieren muss ich trotzdem!)

Man muss das in guter demokratischer Manier akzeptieren - wir sind doch Demokraten, oder?! (Wir haben keine andere Wahl, weil wir uns sonst nur angreifbar machen und damit selbst schädigen! Unsere Gegner warten doch nur auf den Anlass, der einen Verbotsantrag rechtfertigen würde - tun wir ihnen den Gefallen nicht!)

Keine Frage: wo es Verdacht auf Manipulation gibt, muss man dem nachgehen - aber es muss rechtssicher sein! (Ich erinnere nur daran, dass das BSW leider nicht erfolgreich war mit seinem Einspruch gegen das Bundestagswahlergebnis von 4,98% - was nicht nachweisbar ist, ist nicht rechtssicher!)

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