Tabaksteuererhöhung: Raucher sollen 1,5 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse spülen

Beatrix von Storch: Verzweiflungstat eines Finanzministers, der die Kontrolle komplett verloren hat

Die Bundesregierung greift erneut zu einem bewährten Mittel, um zusätzliche Einnahmen für den Bundeshaushalt zu generieren: Raucher sollen künftig noch tiefer in die Tasche greifen. Mit einer weiteren Erhöhung der Tabaksteuer will der Bund bereits ab 2027 rund 1,5 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. 

Tabaksteuererhöhung: Raucher sollen 1,5 Milliarden Euro mehr in die Staatskasse spülen


Offiziell wird der Schritt mit haushaltspolitischen Erfordernissen begründet. Kritiker sehen darin jedoch vor allem den Versuch, immer neue Finanzlöcher zulasten einer klar umrissenen Gruppe von Steuerzahlern zu stopfen.

Von Storch: Regierung sucht verzweifelt nach neuen Einnahmequellen

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, übt scharfe Kritik an den Plänen. Gegenüber dem ZDF erklärte sie wörtlich:

„Nein, Steuererhöhungen, die der Staat einführt, die wird er für alle Ewigkeit einführen. Wir wissen das. Und wir wissen, dass die Probleme finanziell in diesem Staates völlig aus dem Ruder laufen. Das ist die Verzweiflungstat eines Finanzministers, der die Kontrolle komplett verloren hat.“

Diese Einschätzung trifft den Kern der aktuellen Entwicklung. Die geplante Steuererhöhung lässt erkennen, worum es der Bundesregierung tatsächlich geht: Der Staat benötigt dringend zusätzliche Einnahmen und greift deshalb auf jene Bevölkerungsgruppen zurück, bei denen er noch weiteres Steueraufkommen vermutet. Nicht gesundheitspolitische Erwägungen stehen im Vordergrund, sondern der Wunsch, den Bundeshaushalt mit zusätzlichen Milliarden zu stabilisieren.

Haushaltsprobleme werden auf Raucher verlagert

Der aktuelle Gesetzentwurf sieht eine deutlich stärkere Anhebung der Tabaksteuer vor als ursprünglich geplant. Nachdem das Bundeskabinett zunächst eine geringere Erhöhung beschlossen hatte, wurde innerhalb kurzer Zeit nachgeschärft.

Bereits im kommenden Jahr soll eine durchschnittliche Zigarettenschachtel rund 9,10 Euro kosten und damit etwa 33 Cent mehr als nach den ursprünglichen Plänen. Bis zum Jahr 2030 steigen die Preise schrittweise weiter an. Branchenvertreter rechnen dann bei vielen Marken mit Verkaufspreisen zwischen 13 und 14 Euro pro Packung.

Mit dieser Entwicklung verbindet das Bundesfinanzministerium erhebliche Mehreinnahmen. Schon 2027 sollen statt der zunächst kalkulierten 750 Millionen Euro nun rund 1,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse fließen. Bis 2030 erwartet der Bund Mehreinnahmen von rund 4,4 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt würden dann nahezu 22 Milliarden Euro Tabaksteuer pro Jahr vereinnahmt.

Die Regierung macht dabei keinen Hehl aus ihrer eigentlichen Zielsetzung. Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich zusätzliche Steuereinnahmen für den Bundeshaushalt. Die Tabaksteuer entwickelt sich damit zunehmend zu einem Instrument der Haushaltsfinanzierung.

Höhere Steuern stärken den Schwarzmarkt

Kritik kommt nicht nur aus der Opposition. Auch Experten aus dem Bereich Zoll und Finanzverwaltung warnen vor den Folgen der immer weiter steigenden Tabaksteuer.

Thomas Liebel, Bundesvorsitzender der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ), hält die erwarteten Mehreinnahmen für wenig realistisch. Nach seiner Einschätzung wächst mit jedem weiteren Preisanstieg der Anreiz, auf illegale Bezugsquellen auszuweichen. Je größer der Preisunterschied zwischen legalen und illegalen Zigaretten werde, desto attraktiver werde Steuerbetrug.

Liebel warnt deshalb davor, dass der Staat am Ende sogar Einnahmen verlieren könnte, während Schmuggler und organisierte kriminelle Netzwerke profitieren. Seine Schlussfolgerung fällt deutlich aus: Die geplante Tabaksteuererhöhung drohe zu einem Konjunkturprogramm für die organisierte Kriminalität zu werden.

Besonders beim Shisha-Tabak zeige sich bereits heute, wohin eine überzogene Steuerpolitik führen könne. Dort habe der Schwarzmarkt den legalen Handel vielerorts bereits verdrängt. Sollte die Steuerlast weiter steigen, könnte sich diese Entwicklung nach Einschätzung Liebels zunehmend auch auf den klassischen Zigarettenmarkt übertragen.

Steuerauspressung der Bürger als Dauerlösung für staatliche Misswirtschaft

Die neuerliche Tabaksteuererhöhung fügt sich in eine Entwicklung ein, bei der steigende Verbrauchsteuern immer häufiger zur Finanzierung staatlicher Ausgaben herangezogen werden. Anstatt strukturelle Probleme im Haushalt zu lösen oder Ausgaben konsequent zu begrenzen, setzt die Bundesregierung erneut auf zusätzliche Belastungen einzelner Bevölkerungsgruppen.

Sven von Storch

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Kommentare

Wahrheitsfinder

15.07.2026 | 09:24

Naja und sogar auch zusätzliche Steuern auf Zucker - ein Grundnahrungsmittel !! 🤢

Als nächstes kommt noch eine Salzsteuer (ham´se die etwa vergessen ??) !?!? 🤦‍♂️

Hmmmmm !

Das heißt, auch die Raucher unterstützen indirekt dann spendend für Selenskyj seinen Krieg gegen Russland. Wie erbärmlich das ist. Interessant ist, dass der Spritzenmeister Lauterbache dies auch mit noch höheren Aufschlägen fordert. Also liebe Raucher, unterstützen wir die Staatskasse der Ukraine.

Das wird zwar zu einer Hochkonjunktur beim Zigarettenschmuggel führen - aber der Finanzminister hat dabei übersehen, daß Schmuggler es gerne vermeiden, ihre Profite zu versteuern.

Dafür werden wieder viele Raucher (und vielleicht sogar intelligente Nichtraucher) ihr Kreuz woanders machen. Blinder Eifer schadet nur!

Dieses Eigentor würde ich diesen Sadisten herzlich gerne gönnen. Nur glaube ich nicht daran, dass die rauchenden Wähler, die immer noch, trotz der unübersehbaren katastrophalen Zustände im Lande, seit Jahren weiterhin diese gesamten Altparteien-Genossen wählen, DANN ihre Konsequenzen für ihr künftig gesetztes Wahl-Kreuzchen ziehen bzw. ziehen würden. DIE nehmen garanriert auch DIESE Preiserhöhung gleichgültig in Kauf, wählen weiter wie gewohnt oder gehen (weiterhin) gar nicht wählen. Beides kommt aufs Gleiche raus. 

Ekkehardt Fritz Beyer

15.07.2026 | 11:42

... „Von Storch: Regierung sucht verzweifelt nach neuen Einnahmequellen“ ...

Wobei es sich in den Augen unseres(?) Larsi sicherlich schon deshalb um eine bodenlose Unverschämtheit handelt, weil es ihm letztlich doch nur darum geht, dieses Raucher-Pack(?) vor sich selbst zu schützen!?

Tatsächlich? „Rauchen so lange teurer machen, bis möglichst niemand mehr raucht“??? https://www.swr.de/swraktuell-radio/tabaksteuer-erhoehen-zur-raucherabschreckung-was-hat-das-in-anderen-laendern-gebracht-100.html

Wie aber wird dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich nun seine sicherlich bevorstehende Rache als Prophylaxe gegen den Iran finanzieren??? https://www.dw.com/de/iran-zeitung-drohung-bundeskanzler-merz-mit-vergeltung-krieg-chamenei/a-77945772

Graf von Henneberg

15.07.2026 | 11:57

Immer schön dem Michel in die Tasche greifen ... mehr können die nicht. Aber Kriegsgerät für andere bezahlen - das geht immer. Wann wird das deutsche Volk munter? 

Das Hauptproblem ist die Reihenfolge!

Bevor man den Bürgern ans Potemonaie geht, hat diese Drecksregierung gefällist zu sparen un den Haushalt zusammenzustreichen und von all den unnötigen Verschwendungen zu befreien, aber das passiert eben nicht...

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