58 Prozent für AfD-Kandidaten René Stadtkewitz

AfD gewinnt Bürgermeisterwahl im brandenburgischen Zehdenick

In der brandenburgischen Stadt Zehdenick im Landkreis Oberhavel hat der AfD-Kandidat René Stadtkewitz die Bürgermeisterwahl klar im ersten Wahlgang für sich entschieden. Mit 58,4 Prozent der Stimmen setzte er sich deutlich durch und machte eine Stichwahl überflüssig.

58 Prozent für AfD-Kandidaten René Stadtkewitz


Damit markiert das Ergebnis einen historischen Schritt für die Partei im Bundesland.

Klare Mehrheit gegen etablierte Konkurrenz

Auf dem zweiten Platz landete Stephan von Hundelshausen von der FDP mit 28,6 Prozent. Deutlich dahinter folgten der parteilose Bewerber Wolf-Gernot Richardt mit 7,8 Prozent und Dennis Latzke von der Partei des Fortschritts mit 5,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 52,8 Prozent, das notwendige Quorum wurde erreicht.

Stadtkewitz konnte Wählerzuspruch deutlich ausbauen

Für Stadtkewitz war es bereits der zweite Versuch auf das Amt. Im Vorjahr hatte er im ersten Wahlgang noch 37,3 Prozent der Stimmen geholt und war in der anschließenden Stichwahl mit 37 zu 63 Prozent unterlegen. Nun konnte er seine Unterstützung massiv ausbauen und die absolute Mehrheit schon im ersten Durchgang sichern.

Der vorherige Amtsinhaber Alexander Kretzschmar, der Stadtkewitz in der Stichwahl besiegt hatte, erkrankte kurz nach seiner Wahl und wurde im Januar dieses Jahres in einem Bürgerentscheid mit überwältigenden 97,2 Prozent der Stimmen abgewählt. Diese Entwicklung schuf die Voraussetzung für die erneute Wahl.

Politischer Werdegang eines Quereinsteigers

Stadtkewitz bringt eine lange politische Erfahrung mit, die weit vor seinem Engagement bei der AfD beginnt. Früher war er Mitglied der CDU und saß für diese im Berliner Abgeordnetenhaus. Nach einem Ausschluss aus der Fraktion wegen eines Treffens mit dem niederländischen Politiker Geert Wilders engagierte er sich zunächst bei der Partei Die Freiheit, bevor er zur AfD wechselte. Nun wird er als erster direkt gewählter hauptamtlicher Bürgermeister dieser Partei in Brandenburg Geschichte schreiben.

Dieser Erfolg in Zehdenick wirft ein Schlaglicht auf verschobene Mehrheitsverhältnisse in Teilen Brandenburgs und lässt Raum für die Frage, welche Signale die Wähler mit ihrer klaren Entscheidung an die etablierten Strukturen senden wollten.

Sven von Storch

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Comments

Else Schrammen

11.05.2026 | 15:06

Ich sag's ja immer: Es fängt klein an, aber dann! Erst tropft der Wasserhahn ein wenig und auf einmal steht die ganze Bude unter Wasser! Jetzt haben wir den Salat, ein hauptamtlicher Bürgermeister von der AfD, gewählt mit fast 60 % der Stimmen. Wo soll das nur hinführen? Und weit und breit keine Merkel, die das rückgängig machen kann. Oh WEHE UNS!

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