Iran behält strategische Kontrolle

Trump zieht Drohungen zurück: Zweiwöchiger Waffenstillstand mit dem Iran vereinbart

US-Präsident Donald Trump hat seine angekündigten Luftangriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt und einem zweiwöchigen Waffenstillstand zugestimmt. Die Straße von Hormuz bleibt unter iranischem Einfluss. Russland und China haben eine entsprechende UN-Resolution blockiert.
 

Iran behält strategische Kontrolle

US-Präsident Donald Trump hat im letzten Moment einen Rückzieher gemacht. Statt der angedrohten Bombardements auf iranische Infrastruktur erklärte Washington sich zu einem zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran bereit. Bloomberg berichtet, Trump habe nun zwei Wochen Zeit, um festzustellen, ob er den von ihm selbst geschaffenen Knoten gelöst oder nur enger gezogen hat. Die zentralen Konfliktpunkte bleiben jedoch bestehen.

Iran behält strategische Kontrolle

Der Iran hat zentrale Forderungen der USA nicht erfüllt. Weder das Atomprogramm noch das Programm ballistischer Raketen wurden stillgelegt. Teheran hält weiterhin die Möglichkeit offen, die Straße von Hormuz zu sperren – eine Route, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird.

Analystin Jennifer Kavanaugh vom Think Tank Defense Priorities bewertet die Entwicklung wie folgt:
„Trump ging zurück und tat es auf die schlimmste Weise. Indem er die Einsätze im Voraus erhöht hat, hat er seiner Glaubwürdigkeit und der globalen Wahrnehmung der Macht der USA maximalen Schaden zugefügt. Dies ist eine klare strategische Niederlage für die USA.“

US-Senator Chris Murphy kommentierte die Lage auf der Plattform X:
„Anscheinend hat Donald Trump zugestimmt, dem Iran die Kontrolle über die Straße von Hormuz zu übertragen. Dies ist ein historischer Sieg für den Iran. Das Niveau der Inkompetenz ist gleichzeitig erstaunlich und alarmierend.“

Russland und China verhindern UN-Resolution

Acht Stunden vor Ablauf des von Trump gesetzten Ultimatums legten Russland und China im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen eine Resolution ein. Diese sollte die internationale Koordination zum Schutz der Straße von Hormuz im Falle einer Wiedereröffnung regeln. Russlands Außenminister Sergei Lawrow erklärte, die Resolution würde die ohnehin fragilen Verhandlungschanchen zerstören.

Wirtschaftliche Folgen: Russland gewinnt, Deutschland verliert

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) stellt fest, dass Russland zu den großen Gewinnern des Konflikts im Nahen Osten gehört. Durch den Anstieg der Rohstoffpreise, insbesondere beim Öl, profitiert Moskau erheblich, da es auf alternative Exportrouten zurückgreifen kann.

Konkrete Zahlen der FAZ:

•⁠  ⁠Bei einem anhaltenden Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel könnten Russland zusätzliche 71,8 Milliarden Dollar pro Jahr an Budgeteinnahmen zufließen.
•⁠  ⁠Der Düngerexport könnte mittelfristig bis zu 8,9 Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr einbringen.
Deutschland hingegen zählt zu den Verlierern. Allein die Mehrkosten für Ölimporte werden auf 60 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Zusätzlich drohen höhere Gaskosten und ein ökonomischer Schock für die Industrie, der die erhoffte wirtschaftliche Erholung im Jahr 2026 gefährden könnte.

Erschöpfung auf beiden Seiten

Beide Konfliktparteien benötigten den Waffenstillstand. Die Arsenale sind nach Wochen intensiver Auseinandersetzungen ausgedünnt. Israel wurde in den letzten Wochen stark belastet. Der Iran kann seine Rüstungsproduktion aufgrund einer effektiveren und effizienteren Industrie schneller wieder auffüllen als die USA, wo ein großer Teil der Ausgaben in bürokratischen Strukturen und Korruption versickert.
Der Konflikt ist damit nicht beendet, sondern lediglich vorübergehend ausgesetzt. Eine erneute Eskalation gilt als wahrscheinlich.

Energie als strategischer Faktor

Die Entwicklung verdeutlicht, dass die globale Energieversorgung weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Rechenzentren und Systeme zur umfassenden Überwachung und Steuerung benötigen enorme Energiemengen. Eine flächendeckende Versorgung durch Atomenergie ist noch Jahre entfernt. Bis dahin bleibt die Welt auf Öl und Gas angewiesen, von denen ein erheblicher Teil aus der Golfregion stammt. Der Iran hat diese Abhängigkeit strategisch genutzt.
Die Finanzmärkte reagierten bereits: Insider stellten sich auf fallende Ölpreise und steigende Aktienkurse ein und profitierten von der Entwicklung.

Washington präsentiert den Rückzug als pragmatischen Schritt. Die Realität zeigt jedoch einen vorläufigen Erhalt der iranischen Position am Golf, verbesserte Einnahmen für Russland und zusätzliche Belastungen für Europa.

Sven von Storch

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Kommentare

Es war schon immer gut ,wenn das Gehirn einsetzt ,was wir leider bei Deutscher Politik besonders vermissen ! Ein Präsident ,der Einsichten erlangt ,,auch wenn zu dieser es schmerzliche Hintergründe geben dürfte  ,macht nicht nur Pluspunkte bei seiner Bevölkerung .Biblisch war "Sündenerkenntnis und Umkehr " immer ein Grund ,Gnade zu erfahren .Somit ein richtiger Schritt ,denn Frieden kann es nur über Einsichten und Kompromisse ,aber vor allem Vertrauen geben !

Diese Fähigkeit ist leider linksroter Politik mit schwarzgrünem Anstrich völlig weggespritzt worden . Dieses Vertrauen ist im Täuschland verloren gegangen ,und das werden besonders CDU+CSU merkeln .Was einmal gestorben ,wacht nicht mehr auf ,auch nicht zu Ostern ,wo Preise und Steuern erhöht und  durch  Rammeldan lähmt wird  . Sogenannte "Christ"Partein entwickeln sich immer mehr zu Faschist-Partein -durch EU !                                                                                                                             Demo :https://youtu.be/q9o6eMJalmg?si=NG5jpNK8n7QcuDhN                                                             Aber vielleicht könnte ein Generalstreik am 17 04.26 ,wie leichte Schläge auf die politische Gier ihrer Halsstarrigkeit wirken ,wenn Massen in Berlin die Strassen füllen .Ob ein verarmtes Volk dazu noch in der Lage  ist ? Die Wut ist allerding mächtig gewachsen !

💥Wirtschaft am ABGRUND: LKW-Fahrer und Speditionen vor dem Aus wegen Spritpreise                   https://youtu.be/8EJZHjbA1gg?si=MTrs95la94iZqeNh                                                                               Pass Gesperrt ? https://youtu.be/77P21efn-mM?si=k7I2Qh7eDI2igsnc

Verboten durch Idioten ? Ende des Bargelds? Berlin zwingt zur Kartenzahlung                                  https://youtu.be/2ZPFaFx8byc?si=n0H0KgUu_QJTk2vz                                                                           

Das ist CDU Politik, die dümmer nicht geht! Krieg, Inflation, Absturz,es ist hausgemacht.                   https://youtu.be/rMGg3eA43FU?si=dc36iW7vaAkObrhT

https://youtu.be/zAUdmX9kVrw?si=7NU7ugd9E5Zlvp_I

Tipp: Würde man all den Mist  ,der uns von Politik erzählt und produziert wird ,den Bauern für ihre Felder überlassen ,bräuchten wir sicher keinen Dünger vom Ausland kaufen und könnten noch genug Biogasanlagen bauen ! Vielleicht verstanden das die Grünen unter Umwelt-CO2 .Politk ?

Politik als  Feldversuch ? :-))

"Washington präsentiert den Rückzug als pragmatischen Schritt. Die Realität zeigt jedoch einen vorläufigen Erhalt der iranischen Position am Golf, verbesserte Einnahmen für Russland und zusätzliche Belastungen für Europa."

Das Entwicklungsland (!) Pakistan hat dem Kriegsverbrecher Trump doch aus der selbst verursachten Falle geholfen - er hat trotzdem das Gesicht verloren!!!

Tja Männeken, die Jungs im Iran hatten doch mehr Knallfrösche als erwartet - da war nichts mit kurzem Aufräumen!!!

 


 

Der Iran hatte sich mit seiner barbarischen Art selbst in eine Ecke manövriert aus dem ihn Pakistan nun im letzten Moment rausgeholfen hat. Vielleicht hat die harte Rethorik von D. Trump bei Teheran doch etwas bewirkt.
Das ursprüngliche Ziel des Krieges ein Regimewechsel ist damit wohl vom Tisch und allenfalls eine gewisse Einschränkung der kriegerischen und Atomwaffenfähigkeiten Teherans wäre dann erreicht worden.
Das ist für den Aufwand und das Risiko eigentlich zu wenig. Man hat schlicht das Erpressungspotential der Strasse von Hormus unterschätzt. Ein Schiffahrtsweg als die kleine Atombombe des Mullahregimes sozusagen.

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