Beatrix von Storch: Für ein interessegeleitetes Bündnis mit den USA ohne globalen Missionseifer von links

"Wir müssen die Probleme von Detroit und Gelsenkirchen lösen statt die von der Ukraine und von Afghanistan"

250 Jahre Vereinigte Staaten seien weder Anlass für unkritische Bewunderung noch für pauschale Ablehnung. Mit dieser Botschaft eröffnete Beatrix von Storch ihre Rede im Deutschen Bundestag. Die AfD-Vizefraktionsvorsitzende warb für einen nüchternen Blick auf das transatlantische Verhältnis.

Beatrix von Storch: Für ein interessegeleitetes Bündnis mit den USA ohne globalen Missionseifer von links


Zur kompletten Bundestagsrede von Beatrix von Storch

So müsse sich ein Bündnis mit den USA an gemeinsamen Interessen orientieren – nicht an ideologischen Vorstellungen oder dem Irrglauben, auf einer weltweiten Mission zur Rettung der gesamten Menschheit zu sein.

Screenshot YouTube -  Beatrix von Storch Der Blick auf die 250-jährige Geschichte der USA geht von zwei Perspektiven aus - Beatrix von Storch

Zwischen Verklärung und Verteufelung

Von Storch wandte sich gegen beide Extreme der Debatte über Amerika. Weder die transatlantische Verklärung noch ein grundsätzlich antiamerikanisches Weltbild würden der Geschichte der Vereinigten Staaten gerecht.

„Die Geschichte der USA ist wie die jeder großen Nation voller Licht und Schatten“, erklärte sie. Deshalb gelte: „Wir müssen die USA nicht verklären, um mit ihr verbündet zu sein.“

Das Fundament der Partnerschaft seien die gemeinsamen kulturellen und historischen Wurzeln. Deutschland und die USA verbinde mehr als bloße geopolitische Interessen. Beide seien Teil derselben abendländischen Tradition, geprägt durch europäische Geschichte, christliche Kultur und enge familiäre Verbindungen über den Atlantik hinweg.

Gemeinsame Wurzeln statt bloßer Zweckgemeinschaft

Einen besonderen Schwerpunkt legte von Storch auf den Beitrag deutscher Einwanderer zur amerikanischen Geschichte. Sie erinnerte an die Revolutionäre von 1848, die in den Vereinigten Staaten politisch aktiv wurden und sich am Kampf gegen die Sklaverei beteiligten.

Mit einer provokanten Zuspitzung wandte sich von Storch an die linke Sitzreihe im Parlament: "Darum mein Vorschlag an unsere linken Postkolonialisten: Ein Denkmal in Friedrichshain-Kreuzberg für die weißen deutschen Männer im amerikanischen Bürgerkrieg. Wenn jemand gegen die Sklaverei gekämpft hat, dann waren die das."

Der Mythos der grenzenlosen Einwanderung

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Rede war die amerikanische Einwanderungspolitik. Von Storch widersprach der Vorstellung, die USA seien historisch stets ein Land unbegrenzter Zuwanderung gewesen.

Unter Berufung auf den Historiker Aristide Zolberg argumentierte sie, dass die Vereinigten Staaten ihre Einwanderung über Jahrhunderte gezielt gesteuert hätten. Der gegenwärtige Präsident Trump stehe in genau dieser Linie:

„Donald Trumps Einwanderungspolitik ist also kein Bruch mit der amerikanischen Tradition, sondern die bewusste Steuerung der Einwanderung über 250 Jahre ist die Grundlage für das US-Erfolgsmodell.“

Politik braucht nationale Prioritäten

Den eigentlichen Kern ihrer Rede bildete ihre Kritik an der globalistisch geprägten Politik westlicher Eliten. Diese gingen davon aus, dass westliche Staaten weltweit Verantwortung für nahezu jedes politische Problem übernehmen müssten.

Von Storch sieht darin die Ursache für militärische Interventionen der USA ebenso wie für politische Fehlentwicklungen in Deutschland. Außenpolitische Einsätze, aber auch die deutsche Flüchtlings- und Klimapolitik seien Ausdruck derselben Denkweise, die nationale Interessen den Zielen einer globalen Agenda unterordne.

Stattdessen plädierte sie für eine Rückkehr zu einer Politik, die sich in erster Linie am eigenen Land orientiert.

„Das Ende dieser irren globalen Mission und die Rückkehr zu den Interessen einer ganz normalen Nation.“

Von Storch: Detroit und Gelsenkirchen zuerst, nicht Afghanistan oder die Ukraine

Diese Forderung brachte die AfD-Politikerin mit einem prägnanten Satz auf den Punkt, der den roten Faden ihrer Rede zusammenfasst:

„Das Gebot unserer Zeit heißt: Löst die Probleme von Detroit und Gelsenkirchen statt die von der Ukraine und von Afghanistan.“

Von Storch warb eindringlich dafür, daß Regierungen ihre politische Kraft zuerst darauf verwenden sollten, die wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Krisen im eigenen Land zu lösen, bevor sie weltweite Gestaltungsansprüche formulieren.

Freiheit beginnt beim Verhältnis zwischen Volk und Regierung

Zum Abschluss griff von Storch auf ein bekanntes Zitat des amerikanischen Gründervaters Thomas Jefferson zurück, das sie als zeitlose Mahnung verstand:

„Wo die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit. Wo das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei.“

Mit diesem Gedanken schloss sie ihre Rede und verband ihre Kritik an gegenwärtigen politischen Entwicklungen mit einem Plädoyer für nationale Selbstbestimmung, demokratische Kontrolle und ein transatlantisches Bündnis, das sich an gemeinsamen Interessen statt an ideologischen Weltverbesserungsprojekten orientiert.

Sven von Storch

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Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer

09.07.2026 | 10:31

... „Mit einer provokanten Zuspitzung wandte sich von Storch an die linke Sitzreihe im Parlament: "Darum mein Vorschlag an unsere linken Postkolonialisten: Ein Denkmal in Friedrichshain-Kreuzberg für die weißen deutschen Männer im amerikanischen Bürgerkrieg. Wenn jemand gegen die Sklaverei gekämpft hat, dann waren die das." ...

Ja mei, ist es möglich, dass auch deshalb am Dienstag, dem 7. Juli 2026, im EU-Parlament die Verehrung von Nazis und die Korruption in der Ukraine thematisiert wurde?

... „Die polnische EU-Abgeordnete Ewa Zajączkowska-Hernik kritisierte, dass Nazis der Ukrainischen Aufständischen Armee [UPA], die im Zweiten Weltkrieg Menschen auf brutalste und grausamste Weise ermordeten, in der heutigen Ukraine als Helden verherrlicht werden“!!! ... https://rtde.team/kurzclips/video/285393-ukraine-vergleich-polnischer-abgeordneter-wuerde/

Sicherlich will dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich die Ukraine gerade deshalb als "assoziiertes Mitglied" näher an die EU führen?! https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-eu-mitgliedschaft-104.html   

Wahrheitsfinder

09.07.2026 | 10:35

Sie erinnerte an die Revolutionäre von 1848, die in den Vereinigten Staaten politisch aktiv wurden und sich am Kampf gegen die Sklaverei beteiligten.

Sklaverei - schwieriges Thema in den USA !
Die USA haben die Sklaverei nicht wirklich abgeschafft, sondern nur die Protagonisten ausgetauscht.
Sie haben schwarz und weis gegen arm und reich nur ausgetauscht.
Und aus einem Sklaven wurde dann ein sog. “abhängig Beschäftigter“, der nun selber sich um seine Unterkunft, Verpflegung und Kleidung etc. kümmern muss.

Und so ist es ja auch bei uns im Grunde genommen.
Und das, was unser Sozialsystem heute ist (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rente, usw.), musste jeder Sklavenhalter ebenfalls komplett selber für seine Sklaven irgendwie sicherstellen - quasi (oder auch nich…). Sklaven waren ja SEIN Eigentum !

Also ich würde sagen, zumindest im sog. Niedriglohnsektor ist die Grenze zur Sklaverei seeehr dünn…
 

Dieser Rede muß wohl auch im Bundestag jeder der guten Willens ist, Beifall gezollt haben!

Die entscheidende Aussage ist m.E. die Forderung nach der Rückkehr zu einer Politik, die sich in erster Linie am eigenen Land orientiert.

Unsere(?) globalistendominierten Altparteien orientieren sich jedoch immer offensichtlicher an den Interessen einer deutschfeindlichen Fremdherrschaft.

Und dank massiver Manipulation durch die Medien, scheinen Vielzuviele das immer noch nicht durchschaut zu haben.

Ich frage mich warum jemand auswandert, wenn er doch die gleichen Interessen hat. Sie sind ausgewandert weil sie mit den hiesigen Interessen, absolut nicht einverstanden waren. Weil sie Amerikaner und keine Deutschen sein wollten. Die deutschen weißen Männer haben sich am Kampf gegen die Sklaverei beteiligt. Tut mir Leid Frau Storch, ich habe noch nie so einen Schwachsinn gehört.

Wolfgang Lammert

09.07.2026 | 18:55

TRUMP erinnert an den früheren US-Präsidenten Johnson, der die USA in den Vietnamkrieg hineingezogen hat. Die USA behandeln Deutschland wie ein feindliches Land, wie man beim Anschlag auf die NORDSTREAM-Pipeline sehen konnte. Zudem vernichten die USA gerade ihre Gas- und Ölkonkurrenten Russland und den Iran. Gerade Russland könnte mit einem Atomkrieg reagieren. Davor hat MERZ keine Angst. Die Öl- und Gaskriege der USA schaden Deutschland massiv!

Ich erinnere an den Film über JFK, um die Macht der Rüstungsindustrie zu verstehen:

JFK - TATORT DALLAS - Meisterwerk mit Kevin Costner - Ganzer Film bei Moviedome - YouTube

Die Foristen sollten sich den Film von 1:58:00 bis 2.07:00 anschauen.....

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