Steuermichel zahlt bis an ihr Lebensende

Ehemalige RBB-Programmchefin erklagt sich mehr als 8000 Euro Ruhegeld

Monatlich satte 8438 Euro an Ruhegeld muss der RBB - und damit der Steuerzahler - einer ehemaligen Programmdirektorin überweisen – lebenslang. Und das, obwohl die 61-jährige Claudia Nothelle nur sieben Jahre beim Sender arbeitete. 

Steuermichel zahlt bis an ihr Lebensende


Zum Vergleich: Die Medianrente in Deutschland, also der Betrag, den die Mehrheit der Rentner nach einer durchschnittlichen Lebensarbeitszeit von 38 bis 40 Jahren erhält, liegt bei mageren 1100 bis 1200 Euro monatlich. Während normale Bürger nach einem langen Berufsleben oft ums Überleben kämpfen, sichert sich eine Ex-Führungskraft nach nur sieben Jahren im Job eine Pension, die siebenmal höher ausfällt – finanziert aus öffentlichen Mitteln.

Zahlung bis zum letzten Atemzug: Sieben Jahre Arbeit reichen für Millionenrente beim ÖRR

Claudia Nothelle war lediglich sieben Jahre lang Programmdirektorin beim RBB und schied bereits mit 53 Jahren aus. Dennoch hat ein Berliner Arbeitsgericht im April 2024 entschieden, dass sie Anspruch auf das vertraglich vereinbarte Ruhegeld hat. Der Sender hatte dagegen geklagt, unterlag jedoch vollständig. Da der RBB auf eine Berufung verzichtete, ist das Urteil nun rechtskräftig, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Nothelle hatte in ihrer Zeit beim RBB bereits rund 1,3 Millionen Euro verdient, berichtet die BILD-Zeitung.

Nothelle kassiert doppelt vom Staat ab

Der RBB muss nicht nur die monatlichen 8438 Euro zahlen, sondern auch zurückgehaltene Beträge erstatten – insgesamt ging es um einen Streitwert von etwa 500.000 Euro. Bis Nothelle in Rente geht, belaufen sich die Kosten für den Sender auf mindestens 1,4 Millionen Euro. Hochgerechnet auf die durchschnittliche Lebenserwartung könnte die Summe auf über vier Millionen Euro ansteigen, so BILD. Eine solche finanzielle Last für die Beitragszahler wirkt umso absurder, da Nothelle heute als Professorin an der Hochschule Magdeburg-Stendal tätig ist und dort nach Gehaltstabellen rund 7000 Euro monatlich kassiert.

Gericht setzt Nothelles Luxuspension durch

Der Hintergrund: Im Dezember 2023 stellte die RBB-Führung die Ruhegeldzahlungen ein, angestoßen durch die Skandale um die frühere Intendantin Patricia Schlesinger, die 2022 wegen Vetternwirtschaftsvorwürfen zurücktrat. Eine einvernehmliche Lösung mit Nothelle scheiterte, woraufhin beide Seiten vor Gericht zogen. Das Arbeitsgericht urteilte klar: Die vertragliche Zusage bleibt gültig. Der Steuerzahler zahlt die Zeche für die ÖRR-Luxuspensionen.

Sven von Storch

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Comments

Wolfgang Pöschl

10.12.2025 | 09:40

Eine Organisation, wie den ÖRR, die durch Selektion falsch berichtet, Gehirnwäsche betreibt und sittenwidrige Verträge, wie den mit Nothelle, abschließt, brauchen wir nicht!!! Wann werden die GEZ-Gebühren endlich abgeschafft?

Ekkehardt Fritz Beyer

10.12.2025 | 11:03

... „Der Hintergrund: Im Dezember 2023 stellte die RBB-Führung die Ruhegeldzahlungen ein, angestoßen durch die Skandale um die frühere Intendantin Patricia Schlesinger, die 2022 wegen Vetternwirtschaftsvorwürfen zurücktrat.“ ...

Ja mei: Vetternwirtschaft wird im öffentlich-rechtlichen Dienst scheinbar immer attraktiver!!!

Klar: ... „Wer bekommt nicht gerne Geld fürs Nichtstun? Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt es dafür einen Begriff: „Ruhegeld“. Das gönnen sich ein paar Spitzenleute, während die freien Mitarbeiter bluten“!!!!!!!  https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ruhegeld-perversion-im-oerr-spitzenleute-goennen-sich-was-110452519.html

 

seinerzeit überhaupt ordentlich ausgeschrieben,
oder erst, nachdem die Entscheidung über die
Stellenbesetzung intern bereits getroffen wurde?

Kassiert an solchen Verträgen wohl jemand 'Kickbacks", und
ist so gewährleistet, dass für 'the Family" etwas abfällt, bzw.
alles in den 'richtigen Kreisen' 'unserer Demokratie' bleibt ?

Mich würde es jedenfalls nicht wundern.

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