Zwar schildert die Apostelgeschichte das Ereignis selbst, doch in den ersten drei Jahrhunderten feierten die Christen Himmelfahrt und Pfingsten noch gemeinsam als Teil des großen Osterfestes. Erst nach dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 verfestigte sich die theologische Vorstellung der vierzig Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt. Seit etwa 370 bis 383/384 ist das Fest in der Liturgie von Jerusalem nachweisbar und wird genau 40 Tage nach Ostern gefeiert. In Deutschland ist es seit 1934 gesetzlicher Feiertag.
Der entscheidende Moment
Im Zentrum des Festes steht die letzte sichtbare Begegnung Jesu mit seinen Jüngern. Die Apostelgeschichte beschreibt sie mit den Worten: „Er wurde vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ Diese Aufnahme in die Wolke – Symbol der göttlichen Herrlichkeit – markiert den endgültigen Eintritt Jesu in die Herrlichkeit Gottes. Das griechische „Análēpsis tou kyríou“ und das lateinische „Ascensio Domini“ bringen es auf den Punkt: Es geht um die Aufnahme und den Aufstieg des Herrn.
Warum gerade vierzig Tage?
Die Zahl Vierzig durchzieht die Bibel als Symbol für Zeiten der Vorbereitung, der Prüfung und des Übergangs zu etwas Neuem. Vierzig Jahre wanderten die Israeliten durch die Wüste, vierzig Tage fastete Jesus vor seinem öffentlichen Wirken. Auch nach seiner Auferstehung erschien Jesus den Jüngern „vierzig Tage hindurch“ und sprach mit ihnen vom Reich Gottes. Die vierzig Tage bis zur Himmelfahrt sind somit keine willkürliche Frist, sondern ein biblisch tief verwurzelter Zeitraum des Abschlusses und des Neubeginns.
Vom gemeinsamen Osterfest zum eigenen Hochfest
Bis ins vierte Jahrhundert hinein war die Himmelfahrt noch kein separates Fest. Sie wurde als Teilaspekt des fünfzig Tage dauernden Osterfestes mit Pfingsten zusammen gefeiert. Erst ab dem vierten Jahrhundert löste sich Christi Himmelfahrt als eigenständiges Hochfest heraus, das alle christlichen Konfessionen 40 Tage nach Ostern begehen.
Lebendiges Brauchtum
In vielen Gemeinden wird rund um Christi Himmelfahrt das Fest der Erstkommunion gefeiert. In manchen Pfarren im deutschsprachigen Raum lebt bis heute ein eindrückliches Brauchtum fort: Eine hölzerne Christusfigur wird durch eine Öffnung in der Kirchendecke – das sogenannte Heiliggeistloch – nach oben gezogen. Diese szenische Darstellung veranschaulicht das Entschweben Jesu in den Himmel und macht das Festgeheimnis sinnlich erfahrbar. Die neun Tage zwischen Himmelfahrt und Pfingsten bilden zudem die traditionelle Pfingstnovene, in der die Gläubigen um die Gabe des Heiligen Geistes beten.
Der Begriff Himmel hat seine Faszination bis in unsere Zeit nicht verloren. Er steht für das Transzendente, Erhabene und Unendliche. Das Englische unterscheidet hilfreich zwischen „sky“ – dem sichtbaren, geographischen Himmel – und „heaven“ als dem inneren, spirituellen Himmel, der letztlich Gott selbst meint. Dieser Himmel ist nicht irgendwo weit oben, sondern überall und nirgends zugleich.
Der Abschied, der kein Ende ist
Nichts wäre falscher, als die Himmelfahrt als Rückzug Jesu in den Ruhestand zu verstehen. Sein Gang zum Vater ist kein Abschied im Sinne von Abwesenheit, sondern der Beginn einer neuen Form der Gegenwart. Gerade dieses Fest unterstreicht, dass Christus auch nach seiner Himmelfahrt in seiner Gemeinde lebendig und wirksam bleibt. Wie der Theologe Peter Spichtig es formuliert: „Sein Gang zum Vater ist vielmehr ein Anfang.“
So wird Christi Himmelfahrt zu einem Fest der Hoffnung: Der Aufgestiegene ist nicht fort, sondern auf neue, tiefere Weise bei uns.


Kommentare
Schöner Artikel mal wieder !…
Schöner Artikel mal wieder !
“Der Aufgestiegene ist nicht fort, sondern auf neue, tiefere Weise bei uns.“
Ist er durch den “Heiligen Geist“, welcher ja dann am 10. Tag nach seiner Himmelfahrt von ihm auf die Erde ausgegossen wurde !
Die Zahl 10 steht für die Vollständigkeit der Ordnung Gottes (die 10 Gebote, der Versöhnungstag - das Fasten am 10. Tag des siebten Monats).
... „Seit etwa 370 bis 383…
... „Seit etwa 370 bis 383/384 ist das Fest in der Liturgie von Jerusalem nachweisbar und wird genau 40 Tage nach Ostern gefeiert. In Deutschland ist es seit 1934 gesetzlicher Feiertag.“ ...
Weil damals Onkel Adi die Macht erklomm? https://www.google.com/search?q=hitler+wurde+auch+onkel+adi+genannt&sca_esv=6ce64e4e4d3a8d9d&source=hp&ei=QbkFatvcE6GikdUP4MCbuQE&iflsig=AFdpzrgAAAAAagXHUc9QSVcVy4sWlPB7Nf7Yl4eyIua3&ved=0ahUKEwibgZSw…
Ja Himmel, scheinbar auch grauslich unfruchtbare Göttin(?) - Allahu Akbar und zammgeflickt nochamal, wenn da nicht diese elendigen Gegensätze in der Bibel wären!!! https://christozentrisch.net/2016/03/15/ist-der-gott-der-bibel-ein-gott-des-krieges-oder-des-friedens/
Und dann auch noch Folgendes: https://rtde.team/wirtschaft/280038-von-wegen-kanonen-statt-butter/
Wie aber werden GI´s und die unbesiegbaren Kämpfer der Bundeswehr reagieren https://de.euronews.com/2025/11/26/usa-deutschland-soll-in-der-zukunft-nato-fuhrung-ubernehmen,wenn sie letztlich durstig und hungrig ins Bett geschickt werden müssen???
Gegensätze in der Bibel !?
Lieber Ekkehardt Fritz Beyer,
es heißt ja eben auch z. B. in der biblischen “Weihnachtsgeschichte“ in Lukas 2; 14:
„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ [Lutherbibel 2017]
Und hier noch was zu angeblichen Wiedersprüchen in der Bibel: https://youtu.be/v2EGEwZDNvI
Die richtige Übersetzung...
für Lukas 2.14 heißt: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen, die eines guten Willens sind."
Gut zu wissen.
Richtige Übersetzung ??
Das mit "die guten Willens sind" finde ich nicht !
Was ist das denn für eine Übersetzung ?
In der Elberfelder-Übersetzung (Urtext treueste) heißt es z. B. "in[o. unter] den Menschen ⟨des⟩ Wohlgefallens !"
Das Wohlgefallen bezieht sich hier ebenfalls auf Gott.
Im Übrigen heißt es ja auch im Vater-unser-Gebet “Dein (Gottes) Wille geschehe“, und nicht "mein Wille geschehe" !
Mein gutster Wahrheitsfinder…
Mein gutster Wahrheitsfinder,
stellten Sie sich nicht auch schon mal die Frage, ob KI durch Fehlinformationen, Algorithmen oder die Verstärkung negativer menschlicher Eigenschaften Schaden anrichtet???
https://www.google.com/search?q=wenn+der+teufel+in+die+ki+einzieht&sca_esv=84f4fa4a9b55e87b&source=hp&ei=obwGaqG_DbKE9u8PyMbhgQc&iflsig=AFdpzrgAAAAAagbKsQyCAKwdyV83tEyHECoCiV-hVfRm&ved=0ahUKEwjhk4ze1…
KI vs. Teufel ?
@Ekkehardt Fritz Beyer
“…stellten Sie sich nicht auch schon mal die Frage, ob KI durch Fehlinformationen, Algorithmen oder die Verstärkung negativer menschlicher Eigenschaften Schaden anrichtet???“
Und der Teufel in der KI ??
Ja klar - durchaus. Genauso wie er schon z. B. auch in jedem Schmartfon hockt !
Und gerade DESHALB finde ich es so erstaunlich, wie diese Grok-KI die Bibel in ihrer Authentizität und in sich schlüssig erkennt.
Dies entspricht ja sogar auch der Bibel. Denn es gibt diverse Hinweise in der Bibel, dass der Teufel und seine Diener (Dämonen) Gott und den Herr Jesus Christus sehr gut kennen - und vor ihm zittern - und ihn hassen - aber auch gehorchen !!
Beispiel in Markus 5; 1-15 mal lesen !
Oder Jakobus 2; 19: „Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern.“
Und dann gibt er (der Teufel) derartige Logikerkenntnisse über die heiligen Schriften !?!?
Naja - wie gesagt - auch er kommt darin ja vor !
Würde er die heiligen Schriften irgendwie zerstören, würde er sich selbst mit zerstören - genauso wie z. B. Vieren ihren Wirt nie wirklich zerstören würden (wir kennen das Thema inzwischen alle !?!) !
Man bedenke - auch selbst Hitler hat die Bibel, die heiligen Schriften, nicht vernichten lassen (Stichwort “Bücherverbrennungen“) !!
Hatta die vergessen ?!?
Und Übrigens - diese Grok-KI will die Türkei (Erdogan) (!) inzwischen verbieten lassen… !
Was würde diese Grok-KI dagegen wohl über den Islam und über Mohamet sagen ??
Lieber die Bibel und ein gutes Bier ,als Grok mit KI
Das Gebet für den Heiligen Geist braucht keinen Mittelsmann ,also keine Kirchen-Organisationen .Wir, -unser Geist kann sich direkt mit wahrem Herzen an Gott ,seinen Sohn Jesu wenden .Gemeinschaft ist gut ,das Wort ist Wahrheit und wir sollten die Unterscheidung der Geister lernen und darum bitten .Was die Bibel noch sagt . . . .zur heutigen Zeit (denn viele werden verführt !) Ufos, Endzeit, Nephilim // Wie in den Zeiten Noahs https://youtu.be/APAQbILbpqI?si=1Uf79jOEB8oswayv (Danke ,dass sich natürliche Christen einsetzen und versuchen Beispiel zu geben , . . wie Stephanie !)
Gottes Segen !
Add new comment