Eine auf den Bürgermeister von Altena

10 Messerattacken täglich

Eine neue Studie aus den USA hat ausgerechnet, dass in Deutschland 10 Messerattacken täglich zu beklagen sind. Neu ist die Studie eigentlich nicht. Doch sie erlebt gerade eine neue, rasante Verbreitung, weil nun eine einzelne Messerattacke – auf den Bürgermeister von Altena – in die Schlagzeilen geraten ist und die Gemüter erregt.

Freie Welt

Laut der Studie des Gatestone-Instituts in New York gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2017 in Deutschland mehr als 1.600 Kriminalfälle und Attacken, bei denen ein Messer eingesetzt wurde. Das entspricht mehr als 300 Messer-Attacken – die offiziell bekannt gegebenen wurden – pro Monat, beziehungsweise circa zehn Attacken täglich.

Der Wochenblick aus Österreich meldet diese Zahlen und weist darauf hin, dass sie schon vor Monaten von Henryk M. Broder verbreitet wurden, nun aber erneut die große Runde machen.

In der Studie wird ein deutlicher Zusammenhang gesehen: Das Anschwellen der Stichwaffengewalt in Deutschland fällt zusammen mit der Entscheidung von Angela Merkel, rund zwei Millionen Migranten unkontrolliert einreisen zu lassen. Die Zahl der angezeigten Messerstraftaten ist dadurch in Deutschland in den letzten vier Jahren um 600 Prozent in die Höhe geschnellt – von rund 550 im Jahr 2013 auf fast 4.000 im Jahr 2016.

In den ersten Monaten des Jahres 2017 ist eine weitere Steigerung zu beobachten. Es gibt auch keine Hinweise, dass es nun aufhört und von alleine weniger wird, zumal immer mehr Migranten kommen.

Nun gibt es den Fall einer Messerattacke auf den Bürgermeister Andreas Hollstein in Altena, der es sogar in Talkshow von Sandra Maischberger gebracht hat. Angela Merkel hat ihr Mitgefühl geäußert. Es gab eine Lichterkette. Hier gibt es dazu ein mit Musik unterlegtes Video, bei dem man sich fragen kann, ob es eine unfreiwillige Parodie ist.

Im Vergleich zu den tatsächlichen Fällen, die es bestenfalls in die Lokalpresse schaffen, wirkt dieser Fall wie eine Kleinigkeit – doch die wird zu einem willkommenen Anlass, um erneut für einen Kampf gegen Rechts aufzurufen und die Flüchtlingspolitik als heldenhaften Einsatz für die Menschlichkeit hinzustellen.

Der Beitrag von Vera Lengsfeld zu dem Thema heißt: Lügen in Zeiten der Einwanderung. Siehe dazu auch: 15 Zentimeter sind nicht immer 15 Zentimeter.

Hollstein selber sagte gegenüber der FAZ: »Die Zahl der Hassmails an und Hassnachrichten über Amtsträger in den sozialen Medien nimmt zu, damit wird der Boden für Taten wie die Attacke auf mich bereitet«.

Das ist ein bemerkenswerter Satz mit einem bemerkenswerten Tempus-Fehler. Woher will er überhaupt wissen, dass die Zahl der Hassmails zugenommen hat? Wahrscheinlich hat es ihm Heiko Maas gesagt, der die Hassmails persönlich nachgezählt hat. Nein, im Ernst: Es ist überhaupt nicht möglich, so etwas festzustellen, weil gar nicht klar ist, was eine Hassmail ist.

Die Zeiten stimmen nicht: Entweder hätte er sagen müssen, dass die Zahl der Hassmails »zugenommen hat« (Vergangenheit) und so der Boden für ein Attacke gegen ihn bereitet wurde. Oder er hätte sagen müssen, dass die Zahl aktuell zunimmt (so wie er es gesagt hat) und er deshalb zukünftige Attacken befürchten muss.

Wie ist es tatsächlich? Zugenommen hat nun die Berichterstattung über Messerattacken. Das sind jedoch keine Hassmails, das sind Tatsachen. Es ist ein Teufelskreis entstanden: Der unkontrollierte Zustrom von so genannten Flüchtlingen brachte die Messerattacken mit sich. Berichte darüber gelten als Hassmail. Diese Hassmails werden – jedenfalls laut Hollstein – als Ursache von Messerattacken gesehen (jedenfalls von einer einzigen Attacke, die stellvertretend für alle steht) und als moralischen Auftrag gewertet, mit der Flüchtlingspolitik so weiterzumachen, dass demnächst noch mehr Messerattacken zu erwarten sind.

Sven von Storch

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