Die bittere Lehre von Barcelona

Willkommenskultur schützt nicht vor Terror

Die Schreckensbilder sind noch frisch. Fassungslos stehen wir vor dem Schrecken und müssen uns mit Gedanken plagen, die uns nicht trösten können: Weder schützt uns die Willkommenskultur, noch eine besser ausgestattete Polizei. Wir müssen einer bitteren Wahrheit ins Gesicht sehen.

Freie Welt

Der Stern (Heft 35/2017) berichtet, dass Spanien die strengsten Anti-Terror-Gesetze in der EU hat und dass dort die Polizei vergleichsweise schnell eingreift. Allein: Es half nicht. Das Problem liegt an anderer Stelle. Es ist grundsätzlicher Natur.

Pazifismus schützt uns nicht vor Islamisierung. Das meint der italienische Autor Giulio Meotti, der im Gastone Institut zu Bedenken gibt, dass weder Spanien noch Deutschland eine aktive Rolle beim Kampf gegen die ISIS spielen. Im Gegenteil. Sie halten sich zurück.

Es gab auch in Spanien keinen Fall von Mohamed-Karikaturen. Kein spanischer Schriftsteller oder Politiker musste wegen Kritik am Islam unter Polizeischutz gestellt werden. Vielmehr gab es eine lebendige Willkommenskultur und Pro-Refugee-Demos wie bei uns. Das alles schützte nicht vor Mordanschlägen von Extremisten.

Giulio Meotti, der auch den Anschlag in Finnland berücksichtigt, zieht die traurige Schlussfolgerung, dass Islamisten keinen Grund brauchen, um Westler zu töten und zitiert den Philosophen Pascal Bruckner: "Es ist unsere schiere Existenz, die für die Dschihadisten unerträglich ist."

Das ist die bittere Lehre von Barcelona.

Sven von Storch

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