Frauen spielen eine bedeutende Rolle bei der Radikalisierung

Verfassungsschutz warnt vor salafistischen Frauennetzwerken

Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westphalen warnt vor salafistischen Frauennetzwerken, die in letzter Zeit verstärkt aktiv geworden sind und denen eine große Bedeutung für die Verbreitung des radikalen Islams zukommt.

Freie Welt

Burkhard Freier, der Leiter des Verfassungsschutzes in NRW, hat eine deutlich Warnung vor »salafistischen Schwesternnetzerken« gegeben und die welt, die morgenpost, n-tv und inforadio haben davon berichtet.

Einen Grund sieht Freier darin, dass viele charismatische Führungspersonen der salafistischen Szene inzwischen in Haft säßen und die Frauen nun die Lücken füllen müssten. Einen weiteren Grund sieht er darin, dass sich durch die militärische Niederlage der Terrormiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien der Salafismus sich nun zum »Inlandsextremismus« entwickelt hätte.

Besonders bemerkenswert sich die Formulierungen, die so klingen, als gäbe es Fortschritte zu vermelden. Schließlich lesen wir heute immer wieder, dass Frauen im Grunde alles besser können, es mangele nur an der fehlenden Anerkennung durch die Männer. Nicht so bei den Salafisten. Freier sagte: »Die Männer haben gemerkt, dass Frauen viel besser netzwerken können und deshalb viel stärker in der Lage sind, die Szene zu binden und am Leben zu erhalten.«

Nicht nur dass sie gut vernetzt sind, sie sind von »den Männern der Szene mittlerweile akzeptiert«. Auch das klingt, als wäre es ein wünschenswerter Fortschritt. Wünschen sich doch Schwule, Transgender und andere Minderheiten auch immer wieder, dass sie endlich akzeptiert werden. Die Salafistinnen haben es geschafft. Die Presse spricht sogar von einem »Schwesternnetzwerk«, als handele es sich um eine fortschrittliche feministische Organisation.

Bei inforadio heißt es: »Der Salafismus wird weiblicher.« Auch das ist eine Formulierung, die uns bekannt vorkommt, eine Forderung, die heute für verschiedene Bereiche gelten soll, auch die SPD wünscht sich, weiblicher zu werden. Die Salafisten sind da schon weiter.

Immerhin kommt mit dieser Warnung ein Hinweis auf die besondere Gefährlichkeit der Frauen und ihre Rolle bei der Radikalisierung. Die Frauen treten aggressiv im Netz auf – wo man sie immerhin beobachten kann – vor allem aber im Kreis der Familie, wo sie sich der Beobachtung entziehen. Ihr Programm reicht von der Kindererziehung über das Kochen und die Interpretation von Religionsvorschriften bis hin zur Hetze gegen Nichtgläubige. Die Frauen sind, wie es heißt, »Ideologieproduzentinnen«. Ebenfalls eine bemerkenswerte Formulierung. Könnte man auch sagen, dass sie Hass schüren?

Freier deutet es an. »Es gibt eine immer größere Zahl von minderjährigen Salafisten, die über Gewalt fantasieren«, sagte er. Das Schwesternnetzwerk wirkt nämlich direkt auf die Kinder ein, gerade auf kleine.

Freier fasst es so zusammen: »Dadurch wird der Salafismus zu einer Familienangelegenheit, es beginnt etwas zu entstehen, was sehr viel schwerer aufzulösen ist, nämlich salafistische Gesellschaftsteile.« Das ist schön gesagt: »Gesellschaftsteile« entstehen. Sind das No-Go-Areas? Oder Parallelgesellschaften?

Diese Gesellschaftsteile werden sich jedenfalls mit dem Familiennachzug noch mal vergrößern und werden schließlich den Zusammenhalt der Gesellschaft zerstören. 

Sven von Storch

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