Staatsterror in Venezuela

Tausende von Hinrichtungen in Armenvierteln

Seit 2014 sind nach UN-Angaben etwa 2,3 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Zu den Schreckensmeldungen über diese Flüchtlingskrise, die eine echte Krise ist und katastrophale Ausmaße hat, kommt nun noch ein neuer Bericht über Massenmorde.

Militärs in Venezuela haben nach einem Bericht von Amnesty International in den vergangenen Jahren Tausende Menschen in den Armenvierteln hingerichtet - ohne Gerichtsverfahren. Die Linke schweigt dazu.

»Venezuela erlebt eine der schlimmsten Menschenrechtskrisen in der Geschichte des Landes«, erklärte Erika Guevara-Rosas, Direktorin für die Region Amerika bei Amnesty International unter dem Titel: Venezuela: This Is No Way To Live.

Auf Tichys Einblick wird die Gelegenheit für einen Rückblick genutzt: »Vor wenigen Jahren haben sie noch von Venezuela geschwärmt, Hugo Chávez war das große Vorbild: Der europapolitische Sprecher der Linkspartei im Deutschen Bundestag erklärte damals: "Was Chávez macht, ist auch der Weg, in Deutschland die ökonomischen Probleme zu lösen" und die Vorsitzende der Linken, Sarah Wagenknecht, pries ihn als "großen Präsidenten", der mit seinem ganzen Leben für den "Kampf um Gerechtigkeit und Würde" stand. Chávez habe bewiesen, dass "ein anderes Wirtschaftsmodell möglich sei".«

Mit Bitterkeit wird dieser Satz von ihr kommentiert: »Mit dieser Aussage hatte sie allerdings Recht. Die Ergebnisse dieses "anderen Wirtschaftsmodells" sehen wir jetzt.« Obwohl kein Land auf der Welt so große Erdölbestände hat wie Venezuela, liegt die Inflationsrate inzwischen bei einer Million (!) Prozent.

Nicht nur Sarah Wagenknecht, auch andere aus den Reihen der Linken haben sich begeistert zu der Entwicklung in Venezuela geäußert: »Noch vor einem halben Jahr gratulierte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Heike Hänsel, dem Diktator Nicolas Maduro zu seinem "Wahlsieg" und kritisierte Außenminister Maas für seine Aussage, dass es sich nicht um freie Wahlen handelte. Auf Twitter schrieb sie: "Ich gratuliere Präsident #Maduro zu seinem Wahlsieg in #Venezuela."« Die Kritik von Maas hielt sie für verlogen.

Und was sagen die Linken nun? Sie könnten etwas lernen: die sozialistische Wirtschaft führt nicht nur ins Elend, sie bringt auch den Staats-Terror mit sich. Das ist keine Lehre, die man aus der Geschichte ziehen muss, das spielt sich alles vor unseren Augen ab. Wir können sagen: Wir sind dabei gewesen, wir waren Zeitgenossen dieses bisher letzten sozialistischen Experimentes.

Sven von Storch

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