Im November soll es richtig losgehen. Vorgestellt wurde die Kampagne schon am 23. Oktober. Bremen hatte sich dabei an Hamburg orientiert: Mit einer ähnlichen Initiative konnte das rot-grüne Hamburg damals die Einbürgerungsanträge um ganze 30 Prozent steigern. So berichtet es unzensuriert.de.
Laut Innensenator Ulrich Mäurer erfüllen 36.000 Menschen in Bremen die rechtlichen Voraussetzungen für eine Einbürgerung. Sie sollen in November einen Brief von Bürgermeister Carsten und Bürgermeisterin Karoline Linnert erhalten und aufgefordert werden, endlich Passdeutsche zu werden.
Dazu werden wohlklingende Motive angegeben: »Menschen mit Migrationshintergrund machen einen großen Anteil in der Gesellschaft aus. Umso wichtiger ist es, auch ihre Lebenslagen und Sichtweisen auf gesellschaftliche und politische Fragestellungen zu berücksichtigen. Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn sie die Gesellschaft in derselben Art und Weise mitgestalten können wie Menschen mit einem deutschen Pass«, heißt es von der Senatspressestelle als Begründung für die Initiative.
Zudem sollen so genannte Einbürgerungslotsen gewonnen werden, die den Interessierten zur Seite stehen werden. Die haben dann was zu tun. »Endlich wieder neue Arbeitsplätze für die Asylindustrie«, spottet die alternative presseschau.
Auf rundertisch finden wir die Überschrift: »Wie man neue Wähler gewinnt«. Darum geht es also. Es ist jedoch nicht sicher, ob die Rechnung aufgehen wird. Kurz- und vielleicht mittelfristig mag es gelingen, auf diese Art neue Wähler zu rekrutieren, auf langfristige Sicht sind Fragezeichen angesagt. Auf lange Sicht könnte es irreparable Veränderungen unserer politischen Landschaft mit sich bringen.


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