Zuletzt waren es genau 1.006.163 Schüler, die Leistung nach dem so genannten Bildungs- und Teilhabepaket erhielten. Das sind gut 5.000 Kinder mehr als ein Jahr zuvor. Das berichtet unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Die meisten Familien, die finanzielle Hilfen für den Schulbedarf erhalten, gab es in Nordrhein-Westfalen, schreibt die Wirtschaftswoche. Hier waren es 300.000 Schulkinder, in Niedersachsen waren es 117.000, in Berlin 98.000, in Baden-Württemberg 89.000 und in Bayern 80.000.
Die Angaben beziehen sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag, den die Linken-Politikerin Sabine Zimmermann, die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist, gestellt hat. Sie forderte bei der Gelegenheit, den vor zehn Jahren festgelegten Pauschalbetrag anzuheben. Heute reiche der Betrag nicht mehr.
In dem Sinne hat auch die tagesschau berichtet: »Eine ganze Einkaufsliste bekommen Kinder zum Schuljahresstart meist mit nach Hause: Hefte in unterschiedlichen Größen, Einbände, Lineal, Füller, verschiedene Stifte, Bastel- und Malutensilien, Sportzeug und nicht zuletzt den Schulranzen müssen die Familien dann schnellstmöglich besorgen. Für viele ist das eine finanzielle Belastung, die sie nicht allein stemmen können.«
Wer ernsthaft etwas ändern möchte, müsste sich zunächst einmal ein Gesamtbild machen und nicht nur Zahlen abrufen. Zu dem Gesamtbild gehört auch, sich zu fragen, was die Gründe für den Notstand sind – und was das für Kinder sind, die Unterstützung brauchen.
Davon liest man nichts.


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