Nach neun Monaten wieder abgeschafft

Homo-Ehe verschwindet im Bermudadreieck

So eine Pointe – auch wenn es womöglich wie in Kalauer wirkt – kann man sich nicht verkneifen: Die Homo-Ehe verschwindet im Bermuda-Dreieck. Der kleine Inselstaat Bermuda ist der erste Staat, der die Homo-Ehe wieder abgeschafft hat.

Freie Welt

Bermuda ist damit das erste Land, das die gleichgeschlechtliche Ehe wieder abschafft. Das melden unter anderem der focus, der wochenkurier, und der Strandkurier. Die Möglichkeit zur Eheschließung von Homosexuellen war erst kurz zuvor im Mai 2017 geschaffen worden, nachdem es einen Gerichtsbeschluss gegeben hatte, der das Eheverbot für schwule Paare als Verstoß gegen ein schon im Jahre 1981 in Kraft getretenes Gesetz zum Schutz der Menschenrechte angesehen hatte.

Besonderen Anklang hatte das Gesetz sowieso nicht gefunden. Nur ein halbes Dutzend homosexueller Paare hatten sich trauen lassen. In einem Referendum hatte sich zudem ein Großteil der Bevölkerung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. In Zukunft soll es nur noch eingetragene Lebenspartnerschaften geben.

Man kann den Eindruck haben, dass der Staat Bermuda lediglich einer internationalen Mode gefolgt ist und dann bemerkt hat, dass man so ein Gesetz eigentlich nicht braucht. Menschenrechtsorganisationen sind nun besorgt. Sie kritisierten die Entscheidung. »Governor Rankin und das Parlament Bermudas haben Bermuda beschämenderweise zum ersten nationalen Territorium gemacht, dass die Gleichstellung der Ehe wieder aufhebt«, beschwerte sich Ty Cobb, der Leiter von Human Rights Campaign Global.

Womöglich fürchten sie, dass es das erste Land nicht das einzige bleiben wird.

 

Sven von Storch

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