Verschiedene Medien wie focus, welt und waz-online berichten über den erneuten Versuch eines Comebacks des ehemaligen Verteidigungsministers, das mit einem Heimspiel in seinem ehemaligen Wahlbezirk Kulmbach anfängt. Sie halten sich jedoch bedeckt und lassen nicht durchblicken, ob sie ihm wirklich Chancen einräumen, diesmal vom Wahlvolk angenommen zu werden. Es macht eher den Eindruck, als täten sie es nicht.
Vielmehr wärmen sie seine weniger rühmliche Vergangenheit auf und berichten von der Plagiatsaffäre und seinem Rückzug in die USA. Für sie ist er ein Ehemaliger. Das ist auch Martin Schulz. Die Berichte über den versuchten Neustart von Guttenberg erwähnen bei der Gelegenheit auch, dass der Martin-Schulz-Effekt verpufft ist und dass man ihm keine reelle Chance mehr zugesteht.
Wir haben es also mit einem Wahlkampf zu tun, bei dem zwei Verlierer noch mal in den Ring steigen. Zwei ehemalige Hoffnungsträger treten an; zwei Politstars, die ihre beste Zeit bereits hinter sich haben.
Dennoch: Bei einem entsprechenden Erfolg der FDP und einem guten Abschneiden der CDU mit einer Stärkung der CSU wäre auch zukünftig eine schwarz-gelbe Regierung möglich.
Noch wissen wir nicht, was Guttenberg bei seiner Wahlkampf-Tournee im September sagen wird. Es könnte aber durchaus interessant sein, zu erfahren, wie er die Flüchtlingskrise einschätzt und was er von dem momentanen Zustand der Bundeswehr hält.


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