Auf dem Blog sciencefiles sind die Zahlen zusammengestellt: 723.161,11 Euro haben die Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 2017 verpulvert, um in der Weltgeschichte herumzureisen. Das sind nur die Gleichstellungsbeauftragten der Bundesministerien und der nachgeordneten Behörden. Insgesamt 2.136 Dienstreisen haben diese Gleichstellungsbeauftragten »angezeigt«, und dabei pro Dienstreise Kosten in Höhe von 338,55 Euro produziert.
Das entscheidende Stichwort ist hier schon gefallen. Es lautete »angezeigt«. Aber machen wir uns zunächst einmal ein Bild über die Größenordnung: Der Bund unterhält 14 Ministerien. Rechnen wir noch die 62 Bundesbehörden hinzu und gehen wir davon aus, dass es die Frauenpolitik geschafft hat, überall eine Gleichstellungsbeauftragte zu installieren, dann ergeben sich 78 Gleichstellungsstellen und 27 Dienstreisen pro Stelle und Jahr. So hat es Michael Klein, der ein waches Auge auf das Treiben der Gleichstellungsbeauftragten hat, auf seinem Blog sciencefiles errechnet.
Er schreibt: »Dass Gleichstellungsbeauftragte ihre Position dazu ausnutzen, um herumzureisen und Steuerzahler zu schröpfen, ist übrigens kein Wunder, denn wie die Bundesregierung weiter schreibt, müssen Gleichstellungsbeauftragte ihre Dienstreisen "nur anzeigen", nicht aber genehmigen lassen (im Gegensatz zu z.B. Universitätsprofessoren).«
Es würde einer Gleichstellungsbeauftragten auch schwerfallen, die Notwendigkeit einer Dienstreise zu begründen. Was auch immer ihr Aufgabenbereich ist, es ist schwer vorstellbar, dass dafür Dienstreisen erforderlich sind. Gleichstellung ist eine rein theoretische Aufgabenstellung, da ist keine praktische Anschauung irgendwo vor Ort erforderlich.
Aber wer reist nicht gerne – besonders dann, wenn andere dafür bezahlen. Ironischerweise ist die Mehrzahl der Steuerzahler männlich. Männer werden von der Politik der Gleichstellungsbeauftragten, die grundsätzlich nur von Frauen gestellt und gewählt werden können, pauschal ausgeschlossen. Indirekt zahlen sie.
Dass sie ihre »Dienstreisen« einfach nur »anmelden« müssen, öffnet dem Missbrauch Tür und Tor, wie Michael Klein schreibt, und ist eine Einladung zum Opportunismus, den die Gleichstellungsbeauftragten des Bundes wohl nur zu gerne annehmen.
Man muss vielleicht sogar noch weiter gehen und sagen: Es ist nicht nur eine Einladung zum Missbrauch, es ist geradezu eine Aufforderung. Für die Gleichstellungsbeauftragten ist es eine Selbstverständlichkeit, das Geld anderer Leute zu verprassen.


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