Wieder blutiges Wochenende

Gewalt nimmt zu. Polizei ist am Ende

Einen Toten und mehrere Verletzte gab es bei Messerstechereien allein in Nordrhein-Westfalen zu beklagen. In Hamburg warnt der Gewerkschaftschef vor dem Zusammenbruch der Polizei.

Freie Welt

Jan Reinecke, der Landeschef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter erklärte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: "Wir sind am Ende". Allein in einer einzigen Dienststelle können 5.000 Fälle nicht mehr bearbeitet werden.

Einerseits sei der Personalmangel, unter dem sie zu leiden haben, hervorzuheben, andererseits sei die Polizei von der steigenden Kriminalität überfordert.

Einen kleinen überblick gibt eine Bilanz, die von der Bild zusammengestellt wurde:

In Köln ist bei einer Messer-Attacke am Ebertplatz ein zweiundzwanzigjähriger Mann tödlich verletzt worden. Er starb im Krankenhaus.

Eine Messer-Attacke gab es auch in Bonn. Ein Mensch wurde verletzt.

In einer Dortmunder Flüchtlingsunterkunft wurde ein Mann durch einen Messerangriff schwer verletzt. Als die Polizei den mutmaßlichen Täter festnahm, wurden sie von einem Mob aus 40-Personen angegriffen.

In Essen wurde ein Mann bei einer Messer-Attacke lebensgefährlich verletzt.

Das ist ein Überblick nur für Nordrhein-Westfalen. Nur größere Messer-Attacken. Nur an einem Samstag. Auch wenn die Polizei meint, dass sie "am Ende" ist, die Welle der Gewalt ist es nicht.

Sven von Storch

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