Das Zypriotisches Außenministerium hat die Zahl bekannt gegeben und erklärt: »Viele christliche Kultstätten wurden in Moscheen, Depots der türkischen Armee, Lagerhallen und Heuschuppen umgewandelt.«
Ein Bericht vom gatestoneinstitut erinnert an die Besetzung der Mittelmeerinsel: »Die Türkei hat zwei große völkerrechtliche Verbrechen gegen Zypern begangen. Sie ist in einen kleinen, schwachen, aber modernen und unabhängigen europäischen Staat eingedrungen und hat ihn gespalten.«
Die Türkei verfolgt nun ungestraft und weitgehend unbeachtet zwei Strategien, mit der Tatsachen geschaffen werden sollen und die Vorherrschaft der Türkei zementiert wird. Zum einen wird der demographische Charakter der Insel verändert, es gibt mehr und mehr Muslime. Zum anderen wird systematisch die Zerstörung und Vernichtung des kulturellen Erbes vorangetrieben. Die Insel Zypern wird ihrer einzigartigen Geschichte beraubt.
Es hat einige spektakuläre Fälle gegeben, die Beachtung gefunden haben. So ist das Mosaik des heiligen Markus aus dem sechsten Jahrhundert, das der niederländische Ermittler, der es ausfindig machte, als »eines der letzten und schönsten Beispiele für Kunst aus der frühbyzantinischen Zeit« bezeichnete, erst kürzlich in einer Wohnung in Monaco geborgen und an zypriotische Beamte zurückgegeben worden. Doch insgesamt gesehen hat die Zerstörung der christlichen Kultur in Zypern keinerlei Aufsehen erregt.
In einem Artikel auf news.artnet wird darauf hingewiesen, dass die UNESCO die absichtliche Zerstörung des kulturellen Erbes als Kriegsverbrechen einstuft. Doch gegen die Türkei werden keine Stimmen laut. »Unterdessen bleibt die Türkei, die seit mehr als vier Jahrzehnten die bewusste Zerstörung des kulturellen Erbes des besetzten Zyperns begeht, Mitglied der NATO und Kandidat für die Mitgliedschaft in der Europäischen Union«, heißt es weiter auf news.artnet.
Wir sollten das Schicksal Zyperns als Warnung sehen.


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