Säuberungswelle bei der Bundeswehr

Absetzung wegen „frauenfeindlicher Sprüche

Die Elite-Einheit KSK ist erneut in die Schlagzeilen geraten. Eine zivile Angestellte im baden-württembergischen Calw hatte sich über einen Oberst wegen „frauenfeindlicher Sprüche“ und „verbalen Entgleisungen“ beklagt. Der Vizekommandeur der Eliteeinheit muss seinen Posten räumen.

Freie Welt

Der neue Fall hat nichts mit den Vorwürfen gegen die KSK zu tun, über die erst kürzlich ausgiebig berichtet wurde. Da war es um „Geschmacklosigkeiten“ gegangen und um den Hitlergruß, der allerdings nicht bestätigt wurde. Auch in der freien welt wurde davon berichtet.

Die Vorwürfe häufen sich. "Täglich werden neue Probleme öffentlich, bis hin zum Tod eines Soldaten in der Routineausbildung." So wird Thomas Oppermann im Spiegel zitiert. Und weiter: "doch statt die Fälle rigoros aufzuklären, betreibt die Ministerin nur noch Selbstinszenierung".

Bei dem neuen Vorfall, von dem Spiegel Online berichtet, geht es diesmal nicht um einen „Nazi-Vorwurf“ oder um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Es geht um sprachliche Äußerungen.

Bei solchen Äußerungen, die als „derb“, „frauenfeindlich“, „sexistisch“ oder „bedrohlich“ beschrieben werden, gibt es ein Problem, das die Bundeswehr bisher nicht kannte. Die Frage, was als frauenfeindlich gilt, steht im Ermessen einer klageführenden Frau.

Vielleicht sollte man über eine Art Mundschutz, bei dem man automatisch ein Blatt vor den Mund nimmt, wenn Frauen anwesend sind, als Teil einer neuen Standard-Ausrüstung nachdenken.

Sven von Storch

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