Der focus und andere Medien meldeten, dass der Iraner auf der Brücke mit seiner Aktion, die mitten im Berufsverkehr stattfand, für zahlreiche Zugverspätungen und Umleitungen gesorgt hatte. Die Hohenzollernbrücke war am späten Mittwochnachmittag für zweieinhalb Stunden komplett gesperrt worden. Die Deutsche Bahn meldete Teilausfälle, einige Züge mussten umkehren. Sogar der Schiffsverkehr musste während des Rettungseinsatzes eingestellt werden.
Dieses Vorfall – bei dem zum Glück niemand verletzt wurde – macht auf die Problematik der Abschiebung aufmerksam und zwar in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur die Behörden sind darauf nicht eingestellt, wie sich schon mehrfach herausgestellt hat. Auch die Betroffenen nicht.
Was geschieht, wenn die durchaus überzogenen Erwartungen, mit denen ein so genannter Flüchtling zu uns kommt, nicht erfüllt werden?
Der Vorfall in Köln wird kein Einzelfall bleiben. Bei anderen vergleichbaren Fällen wird sich die Enttäuschung anders äußern. Es wird ein Massenphänomen werden. Wir werden es mit Tausenden von Fällen zu tun kriegen, die zeigen, wie die, die mit hochtrabenden Erwartungen zu uns gekommen sind, nicht mit den notwendig folgenden Enttäuschungen umgehen können.


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