»Im Hallenbad in Beckum gibt es ein sehr erfolgreiches, muslimisches Frauenschwimmen«, meldet der WDR. Was fällt einem dabei auf?
Vielleicht fällt einem heute gar nichts mehr auf. Inzwischen ist es üblich, dass von den so genannten Qualitätsmedien nicht einfach nur etwas neutral gemeldet wird, sondern dass es gleichzeitig bewertet wird. Die Bewertung ist in diesem Fall deutlich, sehr deutlich sogar. Das muslimische Frauenschwimmen, wird nicht nur als »erfolgreich« bezeichnet (worin auch immer der Erfolg liegen mag), sondern als »sehr erfolgreich«.
Doch nun tut sich – bei allem Erfolg – ein neues Problem auf. Hören wir weiter dem WDR zu: »Der Arabisch-Deutsche Verein hat das Gleiche für die Männer organisiert, doch das erste Männerschwimmen hat in Beckum für ziemliche Aufregung gesorgt.« Wie konnte das passieren?
Auf der Achse des Guten erfahren wir mehr zu dem Thema. Der Artikel von Katharina Szabo erzählt allerdings die Vorgeschichte nicht und steht daher unter der irrenführenden Überschrift: »Männer und Jungs zuerst«. Falsch! Männer und Jungs kamen nicht zuerst, zuerst gab es, wie wir vom WDR wissen, das sehr erfolgreiche muslimische Frauenschwimmen.
Wie auch immer. Katharina Szabo beschreibt eine Selbstverständlichkeit, die jedoch in Deutschland inzwischen keine mehr ist:
»Wandert man in ein anderes Land aus, in der Absicht, sein Leben fortan dort zu verbringen«, schreibt sie, »ist es vernünftig, sich mit den Gepflogenheiten der neuen Heimat vertraut zu machen und sich an sie anzupassen. Im eigenen Interesse«.
Und weiter: Noch niemals kam es vor, dass Einwanderer sich an die Regierungen und Verwaltungen ihres Aufnahmelandes wandten und diese aufforderten, sich den Sitten der Einwanderer anzupassen. »… keine Regierung oder Verwaltung irgendeines Landes käme auf die Idee, einem derartigen Ansinnen nachzukommen, zumindest keine, die sich aus intelligenten, vernunftbegabten Menschen rekrutiert. In Deutschland ist das anders.«
Wie ist es in Deutschland? So ist es: Der Arabisch-Deutsche Verein Beckum beantragte, an ausgewählten Tagen den Zutritt zur Schwimmhalle stundenweise nur Männern zu gestatten. Das wurde vom Antragsteller, Mustafa Shalabi, folgendermaßen begründet: »Für unsere Neulinge, die gerade aus dem arabischen Raum gekommen sind, in unserer Kultur, da schwimmen Frauen und Männer nicht zusammen, da schwimmen die getrennt.«
Die Stadt Beckum setzte in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten die Forderung postwendend um.
Dann gab es Proteste. Kommando zurück. Frauen und Mädchen dürfen nun doch wieder zu allen Öffnungszeiten das Bad benutzen. Alles ist wieder gut. Oder doch nicht? Die aktuelle Ankündigung liest sich, als würde das Frauen- und Mädchenschwimmverbot nach wie vor weiter bestehen. Die Männer geben auch nicht so ohne weiteres nach.
Auf der Achse heißt es: »Ob sich der Arabisch-Deutsche Verein diese Demütigung aber bieten lassen wird, ob man es dulden wird, dass neu angekommenen Männern aus dem arabischen Raum erneut zugemutet wird, das Bad im Beisein weiblicher Einwohner der Stadt Beckum nutzen zu müssen und ob das Frauen- und Mädchenschwimmverbot wieder eingeführt wird, ist derzeit nicht geklärt.«
Es wird sich auch nicht klären lassen. Katharina Szabo stellt die naheliegende Frage „ab welchem Punkt mit der Rücksichtnahme Schluss sein soll“. Gute Frage. Die Antwort ist leicht.
Es wird niemals Schluss sein. Warum sollte auch irgendwann Schluss sein? Warum sollten sich die Deutschen plötzlich als vernunftbegabt und intelligent erweisen, wenn sie es bisher nicht waren? Wir werden immer weiter nachgeben, immer weiter, so wie wir es bisher getan haben. Die Lawine rollt. Da kann man nicht einfach auf halber Strecke sagen: So, jetzt ist aber Schluss.
Der nächste Antrag auf Rücksichtnahme gegenüber muslimischen Empfindlichkeiten kommt bestimmt.


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