Nach Informationen der Bild soll der Angriff während der sogenannten Laufzeit passiert sein. Die Mitgefangenen hatten ihm auflauert und haben ihn dann krankenhausreif geschlagen.
Dabei war Stoikov gerade erst von der Jugendvollzugsanstalt Tegel noch Großbeeren verlegt worden – »sicherungsverlegt« worden, wie es heißt –, weil er in Tegel nicht mehr sicher war vor seinen Mitgefangenen.
Der Übergriff war kein unerwarteter Einzelfall. In den Gefängnissen passiert es oft, dass die anderen Gefangenen eine eigene Art von Ehrenhaftigkeit durchsetzen und auf ihre Art das Strafmaß nachregulieren. Kinderschänder und Vergewaltiger leben oft außerhalb der Gefängnisse sicherer als im Gefängnis.
Mit dem unkontrollierten Zuzug von so genannten Flüchtlingen oder Schutzsuchenden haben wir nicht nur mehr Kriminalität importiert, sondern auch neue Arten der Kriminalität.
Wir erleben Verrohungen und Verwahrlosungen, die wir bisher nicht kannten. Wir haben nicht nur besonders verabscheuungswürdige Morde, Vergewaltigungen und Anschläge erlebt – Fälle, die gerne als Einzelfälle dargestellt werden –, wir erleben auch immer wieder eine Art von Alltagsterrorismus, wie man es in Anlehnung an das Schlagwort vom Alltagssexismus nennen könnte.
Damit sind die unzähligen Messerattacken gemeint, die Übergriffe auf Joggerinnen; die Überfälle von Gruppen von südländischen Männern, die noch auf Opfer, die schon am Boden liegen, eintreten – Fälle, die nur dann das Licht einer größeren öffentlichen Wahrnehmung erreichen, wenn sie besonders niederträchtig sind.
Ein solcher Fall ist der Fall des so genannten U-Bahn-Treters Stoikov. Er war zu zwei Jahren und elf Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Er hatte im Oktober 2016 einer Studentin am U-Bahnhof Hermannstraße in Neukölln in den Rücken getreten. Die Frau war die Treppe hinuntergestürzt und hatte schwere Verletzungen erlitten.
Es ist einer der Fälle, der einen schaudern lässt und die Befürchtung einimpft, dass einem so etwas jederzeit passieren kann.


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