Ein schauderhaftes Beispiel aus England

Geschlechtertausch wird uns als normal und als möglich verkauft

Papa wird Mama. Mama wird Papa. Es kann beliebig ausgetauscht werden. Das jedenfalls will uns eine Meldung aus England weismachen. Berichtet wird von einem Fall, der einen traurig, wütend oder gar verzweifelt macht, so dass einem nur noch der Stoßseufzer bleibt: Um Gottes Willen! So sollte nicht unsere Zukunft aussehen!

Louise ist eigentlich ein Mann, will sich aber im Dezember zur Frau umoperieren lassen. Nikki fühlt sich als Mann, nennt sich jedoch Charlie und plant ebenfalls eine OP. Der gemeinsame Sohn Star Cloud (5 Jahre alt) wächst in der Familie als geschlechtsneutrale »Person« auf, damit ihm eine »angeborene Geschlechterrolle« erspart bleibt. So meldet es in aller Kürze die Bild und tut so, als wäre es etwas völlig Normales.

»Eigentlich ist Nikki (31) eine Frau und Louise (32) ein Mann. Als solche haben sie auch einen Sohn gezeugt und auf den Namen Star Cloud getauft«, heißt es. »Aber das ist nur die Biologie – und die Familie Draven aus Middlesborough hat beschlossen, sich aus der nichts zu machen«.

In diesem kurzen Satz sind gleich zwei schwerwiegende Irrtümer enthalten. Von der Natur kann man nicht sagen, dass sie »nur« Natur ist und man kann nicht für sich persönlich beschließen, sich aus der Natur »nichts zu machen«. Die Natur wir einen einholen. Wieder zurückholen.

Aber die beiden fühlten sich nicht wohl mit ihren »auferlegten Geschlechterrollen« – und dieses dubiose Wohlbefinden soll nun zum wichtigsten Faktor werden, nach dem sich alles andere ausrichten muss. Das Wochenblatt zitiert Nikki, die sich bitterlich beklagt: »Ich habe mich als Frau nie glücklich gefühlt. Die Periode, die Brüste. Es war alles falsch. Also habe ich in meiner Seele geforscht und festgestellt: Eigentlich wollte ich immer ein Mann sein.«

Eine weitere Lüge steckt in dem gängigen Wort von der »Geschlechtsumwandlung«, das auch hier mitschwingt: Man kann ein Geschlecht nicht umwandeln, kann nicht einfach von einer Frau zum Mann werden. Nikki kann nur die Geschlechtsmerkmale, die sie zur Frau machen, zerstören. Ein Mann wird sie deshalb noch lange nicht. Sie wird sich auch als Mann so fühlen, als wäre »alles falsch«.

Auch in dem Begriff »Geschlechterrolle« steckt ein Irrtum. Es ist mehr als eine »Rolle«. Wer so ein Menschenbild hat, sieht einen Menschen als Schauspieler. Als einen Schauspieler, der keinen Text hat und nicht weiß, wie er sich artikulieren soll. Seine traurige Existenz wird zu einer einzigen Anklage an die Mitmenschen, die zum zahlenden Publikum werden für ein Stück, das sie nicht sehen wollen.

Die Wahlfreiheit, die es einem ermöglicht, seine geschlechtliche Identität frei zu wählen, gibt es überhaupt nicht. Die Gender-Ideologie mit der Vorstellung der freien Verfügbarkeit über das Geschlecht will uns in das Korsett einer Lebenslüge zwängen, die einen zwangsläufig unglücklich macht.

Sven von Storch

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