Die Bild meldet, dass der Fußball-Kreisverband Armberg alle Spiele abgesagt hat. Insgesamt 27 Spiele waren betroffen. Es war zu Übergriffen auf den Schiedsrichter gekommen. Spieler akzeptierten keinen Platzverweis. Es war kein Einzelfall.
Schon im September meldete youwatch den Abbruch eines Spieles. Diesmal aus Chiemgau. Der Schiedsrichter brach das Spiel ab, weil immer mehr Spieler aus Protest den Platz verlassen hatten, nachdem sie von Gegenspielern mit Sätzen wie »ich stech dich ab« oder »ich weiß, wo du wohnst« angegangen wurden. Der Trainer erklärte, dass sich seine Spieler nicht mehr getraut hätten, in Zweikämpfe zu gehen, wie es sonst beim Fußballl üblich ist, da die Gegner so brutal und aggressiv aufgetreten waren.
Auch das war kein Einzelfall. Auch aus Berlin und Umgebung wurden Fälle gemeldet, bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war – im Stadium und auch auf dem Spielfeld. Mal wird berichtet, dass Türken daran beteiligt waren, mal Spieler aus dem Balkan. In der aktuellen Meldung wird kein Migrationshintergrund erwähnt.
Es wirkt zunächst so, als wären das kleine Meldungen. Es sind Meldungen, die es sowieso nicht in die Oberliga der Nachrichtenwelt schaffen, die aber deutlich machen, dass die in Deutschland neu Hinzugekommenen auch neue Regeln mit sich bringen.
Auch im Sport. Der Sport ist eine Form des zivilen Umgangs, in dem Konflikte spielerisch ausgetragen werden. Nach festen Regeln. Wenn das nicht mehr funktioniert, ist das ein ernst zu nehmendes Anzeichen dafür, dass der zivilisatorische Fortschritt gefährdet ist.


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