Die Veranstalter seien stolz auf ihr politisches Erbe. Das hatte der Sender rbb24 im Vorfeld berichtet und daran erinnert, dass gleich im ersten Jahr etwa 28.000 Menschen an dem Demonstrationszug teilgenommen hatten. Laut, bunt und fröhlich sei es gewesen.
Diesmal kamen nur rund zehntausend Menschen. Die Musikparade startete am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park, zog dann durch die Schlesische und die Köpenicker Straße, überquerte die Spree und führte auf der Frankfurter Allee zurück nach Osten bis nach Lichtenberg. Rund 400 Beamte hatten die Demonstration begleitet.
Die Teilnehmer wollten bei dem Umzug laut eigener Ankündigung auch ein Zeichen für »Toleranz, Nächstenliebe und bürgerliches Engagement« setzen, indem sich auf den 15 Musiktrucks ebenso viele Initiativen präsentieren.
Einige Teilnehmer setzten jedoch deutlich andere Zeichen, wie rbb24 aktuell berichtete: »Die Polizei musste mehrfach Leute von Baugerüsten scheuchen, auf die diese geklettert waren. In der Andreasstraße nahmen Einsatzkräfte einen 24-Jährigen fest, der eine 20-Jährige sexuell belästigt haben soll.«
Der Tagesspiegel meldete: »Bei der Abschlusskundgebung in der Frankfurter Allee griffen unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehende Personen Rettungssanitäter der Feuerwehr und Einsatzkräfte der Polizei an. Darüber hinaus kam es dort zu zwei weiteren sexuellen Belästigungen. Während der Abschlusskundgebung wurden Polizisten vereinzelt mit Flaschen beworfen, und Pyrotechnik wurde gegen Wohnhäuser geschossen.«


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