Was steckt dahinter?

Der Skandal um den „Echo weitet sich aus

Nun hat auch Marius Müller Westernhagen seine verschiedenen „Echos“ aus Protest zurückgegeben. Im Netz wird immer noch heftig diskutiert: Gibt es tatsächlich einen neuen Rechtsruck in der Musik-Szene? Wird Antisemitismus in Deutschland salonfähig? Geht es lediglich um Aufmerksamkeit? Es steckt mehr dahinter.

Viele sehen in dem Vorfall in erster Linie eine Verrohung. Einen Verlust an Kultur. Für viele, die vom Rampenlicht angelockt werden, ist es eine willkommene Möglichkeit, mediale Aufmerksamkeit zu erhaschen und die zurzeit gefälligen Stellungnahmen abzugeben: Man sei empört, man sei gegen Frauenfeindlichkeit, gegen Gewaltverherrlichung, gegen Antisemitismus und natürlich gegen Rechts. Was man eben heute so als Meinung vor sich herträgt. Auf t-online melden sich Pseudo-Prominente zu Wort und äußern sich in diesem Sinne.

Viele, die sich nun zum ersten Mal ein Video (zum Beispiel hier) von Kollegah ansehen, sind überrascht: Die Videos sind professionell gemacht. Man sieht es auf den ersten Blick: Da steckt Geld dahinter. Es ist keine Arme-Leute-Kunst, die von der Straße kommt. Es sind bewusste Provokationen, auch wenn sie dümmlich daherkommen, hier ist Kalkül im Spiel. In einem Video posiert Kollegah in Ramallah mit der Luftballon-Nachbildung einer Rakete, wie sie auf Israel abgefeuert werden. Hier kann man den Screenshot sehen.

Auch wenn viele den Namen zum ersten Mal gehört haben mögen, Kollegah ist kein Unbekannter: 2016 drehte er einen pro-palästinensischen (anti-israelischen) Dokumentarfilm, gegen den der Zentralrat der Juden damals sofort protestierte. Manche kennen ihn womöglich von einer Sendung mit Jan Böhmermann.

Wer ist Kollegah? Ist er wirklich der Künstler-Typ, der die gegenwärtige Stimmung im Lande abbildet? Im gewissen Sinne ist er das. Jedoch anders, als es zunächst scheint.

Der Künstler ist 33 Jahre alt, er ist der Sohn einer deutschen Mutter und heißt Felix Martin Andreas Matthias Blume (er hat also mehrere Vornamen, vielleicht hat er auch mehrere Identitäten), er wuchs in Simmern im Hunsrück auf. Er nennt sich »Kollegah«, als könne er das Wort »Kollege« nicht richtig buchstabieren, manche nennen ihn einfach »Kolle«.

Er gibt sich das Image eines Unterschichtmigranten arabischer oder türkischer Herkunft aus einer großstädtischen No-Go-Zone: Prophetenbart, Muckibuden-Arme, Macho-Allüren – halt ein typischer Gangsta-Rapper, wie er im Bilderbuch für Analphabeten steht.

Er ist die ideale Projektionsfläche einer besinnungslosen Refugees-Welcome-Kultur und zeigt, wie sehr sich die Toleranz-Bereitschaft strapazieren lässt: Natürlich ist sein Auftritt gewaltverherrlichend und frauenfeindlich. Natürlich ist er gegen Israel. Natürlich werden verschiedene Grenzverletzungen zelebriert. Nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks. Das sehen wir ihm nach – gerne, gerne, gerne! –, er gehört nämlich zu unseren neuen Helden. Unsere neuen Helden sind muslimische Flüchtlinge. Die sind so. Die dürfen das. Da drücken wir mehr Augen zu, als wir überhaupt haben.

Kollegah ist zwar kein Flüchtling, aber er ist die deutsche Version so eines Ghetto-Helden. Sein eigentlicher Vater ist Kanadier, seine Mutter liierte sich allerdings mit einem Mohammedaner. Der junge Felix Martin Andreas Matthias nahm seine Religion an. Das macht ihn zum Star.

Die »Echo«-Show ist Teil einer kulturellen Appeasement-Politik. Kollegah ist eine Schaumkrone auf der Welle der Islamisierung.

Sven von Storch

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