Die Welt berichtet davon, dass die Polizei sogar auf eine Trendwende »weg von Krawall und Gewalt« hofft. »Die Demonstrationen und Proteste zum Tag der Arbeit sind nach Einschätzungen der Polizei in Berlin und Hamburg diesmal so friedlich verlaufen wie lange nicht mehr«, heißt es.
Auch die FAZ zeigt sich erleichtert. »In Berlin und Hamburg fallen die befürchteten Krawalle am 1. Mai in diesem Jahr aus. Trotz vereinzelter Ausschreitungen und Festnahmen bleibt es so friedlich wie lange nicht«. Die angekündigten »revolutionären 1. Mai-Demonstrationen« in Berlin und Hamburg seien in diesem Jahr ohne Krawalle und gewalttätige Ausschreitungen geblieben.
Den Eindruck muss man haben, wenn man die Situation in den großen Städten in Deutschland mit der in Paris vergleicht. Doch es war schon was los. In Berlin zählte die Polizei rund 6.000 Teilnehmer – deutlich weniger als in den Vorjahren. In Hamburg nahmen rund 2.200 Menschen teil. In beiden Städten war die Polizei gut vorbereitet und hatte sicherheitshalber mehrere tausend Beamte im Einsatz.
Die Berliner Polizei sprach von deutlich weniger Straftaten als im Vorjahr. »Das war ein super Tag«, sagte Sprecher Winfrid Wenzel. Die Zahl der Festnahmen stand am späten Abend noch nicht fest, sie liege aber im »unteren zweistelligen Bereich«, sagte er. Auch Berlins neue Polizeipräsidentin Barbara Slowik und Innensenator Andreas Geisel zeigten sich zufrieden.
Nur der Blog philosophia perennis zeigt sich gar nicht zufrieden und spricht von »Gewaltexzessen gegen die Polizei« und weist darauf hin, dass Linksextremisten ungehindert Flaggen der verbotenen kurdischen Terrororganisation PKK und der antisemitischen, palästinensischen Terrororganisation PFLP gezeigt hatten.
Auf der Seite ist ein Video verlinkt, auf dem zu sehen ist, wie Polizisten gejagt, beleidigt, mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen werden.


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