Die LGBTTIQ-Community zerstört sich selbst

Das Ende des Regenbogens ist erreicht

Wer kennt sie nicht – die bunte Regenbogen-Fahne?! Sie flattert an Regierungsgebäuden, wo eigentlich nur Hoheitszeichen hingehören. Sie ist das bunte, fröhliche Symbol all derer, die sich als tolerant sehen und jedwede sexuelle Orientierung willkommen heißen. Nun hat sich die Fahne einer inneren Logik folgend selbst zerstört.

Freie Welt

Die Regenbogen-Fahne war das Symbol der LGBTTIQ-Gemeinde. Es stand für Lesben, Gays (Schwule), Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, Queer ... nun, wurde es langsam übersichtlich. Die Liste der Buchstaben wurde immer länger. Dann war ein Pluszeichen dabei. Dann wieder nicht. Aber die wunderbare (und verlogene) Aussage der bunten Farbenpracht war, dass alle dazugehören, dass keiner ausgegrenzt oder marginalisiert werden darf. Alle waren willkommen.

Die Regenbogen-Fahne hatten diejenigen vor Augen, die meinten, unser Zusammenleben müsse bunter werden. Es war die Flagge aller, die gegen Transphobie und Homophobie sind. Es gibt die Fahne auch als Schal. Als Anstecker. Es wurde sogar eine Haltestelle in Berlin so bemalt. Um Zeichen zu setzen. Für mehr Toleranz. Für sexuelle Selbstbestimmung.

Dabei ist die Gemeinschaft der bunten Buchstabenmenschen sowieso nie eine Gemeinschaft gewesen. Gemeinsam haben sie nur das Feindbild des privilegierten, weißen, heterosexuellen Mannes. Untereinander sind sie sich nicht grün – politisch vielleicht. Sonst nicht.

Das hier sollte man sich mal angucken. Es geht um drei Worte: Die Cis Scum. "Scum" heißt Abschaum. Der Begriff ist dem Manifest zur Vernichtung der Männer nachempfunden. "Cis" ist das Gegenteil von "Trans" – also alle, die nicht trans sind, sind cis. Und die sollen alle sterben. So sind sie, die Buchstaben-Heiligen aus der Regenbogen-Gemeinde.

Nun ist alles vorbei. Es musste so kommen. Der Regenbogen geht an seinen eigenen Idealen zugrunde. Schon die immer länger werdende Buchstaben-Reihe hätte uns stutzig machen müssen. Nun hat es auch die Farben erwischt. Es sind neuerdings zwei Farbstreifen dazugekommen. Ein schwarzer Streifen. Ein brauner Streifen.

Damit soll gezeigt werden, dass die Bunten nicht nur keinesfalls transphob und nicht nur keinesfalls homophob sind, sondern auch keinesfalls rassistisch. Schwarz und Braun stehen für POC, für people of colour.

In Philadelphia war es. Da waren Vorwürfe laut geworden, dass sich weiße Schwule rassistisch verhalten hätten. Das durften sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Nun wurden also die POC auch umarmt, auch mit aufgenommen in die Gemeinschaft der Toleranten.

Und zwar gleich an erster und an zweiter Stelle. Dabei ist eine Rasse oder Hautfarbe keine sexuelle Orientierung. Egal. Schwarz und Braun sind auch keine Farben des Regenbogens. Auch egal. Hauptsache, es kann keiner sagen, dass die Toleranten nicht tolerant gegenüber den unterdrückten Schwarzen sind. Rassismus geht gar nicht.

Es sieht auch nicht schön aus. Auch egal. Das Video mit dem Titel „the left eats itself“ (die Linke frisst sich selbst) sieht in der "Unterdrückungs-Olympiade" der linken Identitäts-Politik eine folgerichtige Entwicklung: Alles Attraktive wird durch Mittelmäßiges und Dysfunktionales ersetzt. Es geht sowieso nur um die Zerstörung der westlichen Werte.

Das kommt davon, wenn die Toleranten allem gegenüber tolerant sind und wenn sie meinen, dass sich immer alles ändern muss, dass alles dekonstruiert und neu definiert werden muss. Dann kommt es unweigerlich soweit, dass die Revolution ihre Kinder frisst.

Hier werden die neuen Farben gefeiert:

"more colour more pride"

Hier sieht man, wie betroffene POCs darüber reden, dass es eine notwendige Diskussion ist, die da angestoßen wurde, ein wichtiges Signal:

Hier findet jemand, dass es ein tolles Zeichen gegen Rassismus ist:

Hier wird der Gedanke noch weitergeführt. Es werden noch weitere Streifen hinzugefügt (für Atheisten, Gehörlose, Obdachlose, Muslime; ja, sogar für Europäer ...) So viele, dass man nicht mehr sagen kann, wo die Grenze verläuft zur Parodie und zum Absurden. Aber das ist womöglich auch egal. Da sollte man schon tolerant sein:

Bitte sehr: absolute Gleichheit, absolute Inklusion:

Jordan Peterson hat das kommen sehen und beschrieben, was passiert, wenn man immer weiter teilt und teilt und teilt und teilt. Schließlich kommt man damit überraschenderweise beim Individuum und seiner persönlichen Verantwortung und bei dem Symbol des Kreuzes an. Hier erlebt man ihn in Hochform: sei kein Opfer: Don’t be a damn victim.

Sven von Storch

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