Die Politik zeigt sich zumeist undankbar gegenüber der Polizei.
»Grüne Bürgermeisterin verweigert Polizei und Feuerwehr die Ehre«, schrieb die Berliner Zeitung. Dabei hatte die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg schon im Februar beschlossen, Bürgermeisterin Monika Herrmann möge die vielen Helfer ehren, die seinerzeit im Einsatz gewesen waren, als der Orkan Xavier 2017 über Berlin tobte und erhebliche Schäden anrichtete. Damals herrschte drei Tage lang Ausnahmezustand, über 3.000 Mal hatte die Feuerwehr ausrücken müssen.
Der Dank wurde bisher nicht ausgesprochen. Die grüne Bürgermeisterin Monika Herrmann hatte auf neuerliche Anfrage geantwortet, der Beschluss sei ihr zwar bekannt, werde aber nicht umgesetzt.
Beschlossen war ausdrücklich, dass »die Wehrleiter der im Bezirk ansässigen Feuerwehren, die Leiter der bezirklichen Polizeiabschnitte, Vertreter des Technischen Hilfswerkes, der Rettungsdienste« eingeladen werden sollten. Ihnen sollte, wie ausdrücklich festgelegt war, »von der Bezirksbürgermeisterin persönlich« in »angemessener Form« Dank gesagt werden.“
Doch Linke und Grüne danken der Polizei nicht. Es ist nicht ihr Stil, nicht ihr Interesse. Das Verhältnis zur Polizei ist gestört. Politiker verachten die Polizei offen und ergötzen sich an Liedern wie von Feine Sahne Fischfilet, in denen der Straßenkampf gegen die Polizei verherrlicht wird.
Ganz neue Töne waren dagegen neulich in Freiburg zu hören, als die einen für besseren Schutz von Frauen und Mädchen vor importierter Gewalt demonstrierten, die anderen dagegen – nach einem Aufruf der SPD – gegen Rassismus und Rechte.
Es führte zu »bürgerkriegsähnlichen Szenen«, wie es philosophia perennis nennt. Die verlinkten Videos zeigen die als »Rechte« beschimpften Menschen, die von linken Randalierern attackiert werden und die eine Parole skandieren, wie man sie bisher auf Demonstrationen noch nicht gehört hatte: »Eins, zwei, drei: Danke Polizei!«


Add new comment