Sie bringen ihnen Geld und Wähler

Warum wollen Grüne und Linke immer mehr Flüchtlinge_

Es geht um Humanität. Sagen sie. Doch man darf den goldenen Worten, mit denen sich die Befürworter offener Grenzen gerne selbst beweihräuchern, getrost misstrauen. Der falsche Heiligenschein hat einen goldenen Glanz. Es geht um echtes Geld.

Freie Welt

Von Linken und von Grünen haben viele ein verzerrtes Bild: Sie stellen sich unter einem typischen Grünen einen Rebellen vor, der sich mutig gegen den Staat stellt. Ein ähnliches Image pflegen die Linken. Tatsächlich sind Grüne und Linke inzwischen machtvolle Staatsparteien.

Als Jan Fleischauer im Spiegel einige Zahlen präsentierte, löste er damit einen Sturm der Empörung aus. So wollten sich die Grünen nicht sehen. Doch die Zahlen sprechen für sich: »20 Prozent der Beamten unterstützen inzwischen die Grünen, womit diese Berufsgruppe heute die mit der stärksten Affinität zur Ökopartei ist.«

Wie sieht es bei den Linken aus? Fleischauer schreibt weiter: »Die Liebe zum Staat hat in der Linken Tradition. Keine Generation hat sich so bedingungslos in die Arme des Staates geworfen wie ausgerechnet die Achtundsechziger, die Gründungsgeneration der Grünen. Tatsächlich hat sich der Öffentliche Dienst in Deutschland nie wieder so rasant entwickelt wie zwischen 1968 und 1978: Innerhalb eines Jahrzehnts kletterte die Zahl der staatlichen Angestellten von 944.000 auf 1.323.000, ein Anstieg von mehr als 40 Prozent.«

Die Staatsdiener haben sich sichere Posten ergattert und profitieren nun von der Verwaltung und Bewirtschaftung echter und eingebildeter Krisen. Auf Tichys Einblick wird erklärt, warum der unkontrollierte Zustrom von Asylbewerbern aus tatsächlichen oder angeblichen Kriegs- und Armutsgebieten so beleibt ist. „Ihn (den unkontrollierten Zustrom) haben Grüne als eine weitere Möglichkeit erkannt, Steuergelder in die Taschen ihrer eigenen Klientel zu wirtschaften.“

Die Ausgaben für die Asylbewerber von derzeit jährlich mehr als 20 Milliarden landen nämlich letztendlich keineswegs bei den Asylbewerbern selbst. Wo bleibt das viele Geld? »Bei den Betreibern von Asylunterkünften, von Cateringfirmen, bei Ärzten und Apothekern, bei Sprachdiensten, aber auch bei Schulen, Kindergärten, bei psychologischen Diensten, Sozialberatungen, bei Rechtsanwälten und – last not least – bei kirchlichen und nicht-kirchlichen Hilfsorganisationen, in deren Leitungs- oder Aufsichtsgremien auch grüne Parteifunktionäre vertreten sind.«

Hinzufügen kann man noch die Journalisten und Kämpfer gegen Rechts, die in Wirklichkeit gegen jedwede Kritik am unkontrollierten Zustrom von Migranten kämpfen.

Man spricht in dem Zusammenhang – analog zur »Scheidungsindustrie« – von einer »Asylindustrie«. Beide Begriffe sind irreführend, weil man sich unter einer »Industrie« vorstellt, dass da etwas produziert und womöglich ein Mehrwert geschaffen wird. Bei der Asylindustrie wird lediglich Geld umverteilt.

So entstehen neue Gruppen von Kriegsgewinnlern, denen die Flüchtlingskrise sichere Arbeitsplätze, Mieteinnahmen und eine gute Auftragslage verschafft. Das moralisch gute Gewissen zahlt sich für sie aus und die viel zitierte Bemerkung von Martin Schulz, dass uns die Flüchtlinge etwas bringen, das »wertvoller ist als Gold«, hat durchaus einen wahren Kern. Jedenfalls für einige.

Bei Tichys Einblick wird es so zusammengefasst: »Wir können daher getrost davon ausgehen, dass die grüne Forderung, in Gestalt offener Grenzen und eines großzügigen Familiennachzugs weiterhin möglichst viele Asylbewerber ins Land zu lassen, maßgeblich nicht von den öffentlich ins Feld geführten humanitären Motiven, sondern von recht materiellen Interessen getrieben ist. Zu ihnen gehören keineswegs nur die wirtschaftlichen Interessen der schon bestehenden, eigenen Klientel, sondern auch die Hoffnung, diese durch Wähler- und Mitglieder-Import zusätzlich verbreitern zu können.«

Sven von Storch

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