Trostberg feiert Kino "nur für Frauen"

Kino wie in Kabul. Falsch verstandene Integration

Im März dieses Jahres war in Kabul das erste Frauenkino eröffnet worden. Frauen ist es in Afghanistan nicht erlaubt, sich im Dunklen in die Nähe von fremden Männern zu begeben. Das Problem wurde mit einem Kino "nur für Frauen" gelöst. Das Modell wurde nun in Trostberg in Bayern übernommen.

Freie Welt

Die Passauer Neue Presse spricht von einem "Kino im geschützten Raum" – von einem Kino, in dem sich Frau weder belästigt noch angegriffen fühlen. Dass Frauen sich nicht ins Kino trauen, liege demnach nicht an den strengen Regeln im Islam, sondern an den bedrohlichen Männern hierzulande. Es wird so getan, als könnten Frauen in Deutschland nicht gefahrlos ins Kino gehen.

Die erste Kinovorstellung im Stadtkino Trostberg war mit 50 Besucherinnen samt Kindern ein großer Erfolg. Die Lehrerin Marie Theres Kroetz-Relin war auf die Idee gekommen: Es sollte ein Kino "nicht nur für Geflüchtete" sein, sondern für Frauen aller Nationen.

Es spiele keine Rolle, so Kroetz-Relin, ob eine Besucherin deutsch oder etwa afghanisch, Muslima oder Christin ist, ob sie Kopftuch trägt oder offene Haare. Am letzten Montag eines Monats sollen an alle Frauen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen, kostenlos das Kino besuchen dürfen.

"Emanzipation will gelernt sein", sagte sie der Heimatzeitung. "Hat man dies verinnerlicht, erreicht jede Frau Selbstbewusstsein. Die Toleranz steigt, und ein Miteinander unter den Kulturkreisen wird möglich".

Oder auch nicht. So wird Integration verhindert.

Das frohe Miteinander der verschiedenen Frauen aus Deutschland, der Schweiz, Afghanistan, Russland, Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan und Bangladesh wird mit dem falschen Gegeneinander von Frauen und Männern erkauft.

Es habe allen "viel Spaß" gemacht, heißt es in der Presse. Doch es war eine Belustigung auf Kindergarten-Niveau. Es wurde ein Zeichentrickfilm gezeigt, den jeder verstehen konnte.

Weder hat das etwas mit unserer Kino-Kultur zu tun, noch mit einer erstrebenswerten Form des Miteinanders. Hier zeigt sich lediglich ein Miteinander von Feministen und Islamisten.

Beide wollen die Geschlechtertrennung.

 

Sven von Storch

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