Man möchte es für einen Witz halten. Aber Stopp. Nicht lachen! Mit Witzen muss man sowieso besonders vorsichtig sein. Gerade durch Witze werden die Schwachen so sehr beleidigt, dass »Safe-spaces« eingerichtet werden, damit sich die Dauerbeleidigten darin erholen können, damit sie wenigstens einen Ort haben, an dem sie sich sicher fühlen.
Mit der zur Schau getragenen Empfindlichkeit machen sie ungeheuer Druck. Ihretwegen muss der Umgangston an den Universitäten täglich neu ausgehandelt werden. Ihretwegen muss die Sprache reguliert und bereinigt werden. Ihretwegen gibt es Trigger-Warnungen.
Das sind vorangestellte Warnhinweise, die wie Verkehrsschilder wirken. So wie ein Verkehrsschild »Vorsicht kurvenreiche Strecke« den Fahrer vorwarnt, dass er demnächst stark ins Lenkrad greifen muss, so warnen Trigger-Warnungen eine Schneeflocke vor »explizierter Sprache« oder vor unangenehmen Fakten oder Thesen von alten, weißen Männern, mit denen ihr schwaches Nervenkostüm überfordert sein könnte.
Der Spiegel berichtet sogar von Heul-Schränken an der Universität in Utah, von extra geschaffenen Einzelkabinen, in die man sich einschließen kann, um sich da in aller Ruhe auszuheulen.
Jordan Peterson gehört zu den Professoren, der für die Schneeflocken besonders drastische Worte findet: Wer solche Schutzräume brauche, meint er, habe an einer Universität nichts verloren. Es sei nicht die Aufgabe der Universität, Studenten vor Informationen abzuschirmen, sondern – im Gegenteil – die Studenten mit Informationen zu konfrontieren. Um die Geschichte und die Seele des Menschen richtig zu verstehen, müsse man in die Hölle blicken können.
Was passierte? Wenn Jordan Peterson nun zu einem Vortrag an eine Universität geladen wurde, wurden zusätzlich »Safe-spaces« eingerichtet, damit sich die armen Studenten, denen allein schon die Anwesenheit von diesem ach-so-gefährlichen und unfreundlichem Jordan Peterson auf dem Campus-Gelände so viel Leid und Unwohlsein verursacht, dass sie sich zurückziehen können.
In den Schutzräumen gibt es Malbücher, die den Schneeflocken helfen, das aufgewühlte Gemüt wieder zu beruhigen. Dailymail meldet, dass es an der Cambridge Universität neuerdings Meerschweinchen in den »Safe spaces« gibt. Die darf man streicheln. Die Meerschweinchen haben natürlich auch Namen. Sie sind nach Berühmtheiten der feministischen Bewegung benannt, beispielsweise nach der Suffragette Emmeline Pankhurst oder nach Virgina Woolf.
Nicht lachen!


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