Ein Mann wurde in Niedersachsen von einem Wolf gebissen, heißt es in einer Meldung der Süddeutschen – ausgerechnet an einem Friedhof! Die Nachricht ist besonders schaurig, weil vermutlich seit 150 Jahren keine Menschen in Deutschland mehr von Wölfen gebissen wurden.
Im 19. Jahrhundert waren die Wölfe solange gejagt worden, bis sie völlig verschwanden. Nun sind sie wieder da, etwa 160 Rudel werden allein in Niedersachsen vermutet. Schäfer müssen nun Zäune aufstellen und Bürgerinitiativen gründen, die den Abschuss von Wölfen fordern. Doch der Wolf steht auf der Liste bedrohter Arten. Trotzdem werden immer wieder Kadaver illegal getöteter Wölfe gefunden.
Der niedersächsische SPD-Umweltminister Olaf Lies hat bereits mit den Kollegen aus Sachsen und Brandenburg eine Wolfsinitiative im Bundesrat eingebracht. Es geht um die Frage, ob die Raubtiere zum Abschuss freigegeben werden sollen – so wie einst der Problemwolf mit dem Kosenamen Kurti oder der Problembär Bruno.
Markus Vahlefeld hat in seinem Buch »Macht hoch die Tür« den Begriff »Verwolfung« eingeführt. Er meint damit den unkontrollierten, aber weiterhin willkommen geheißenen Zustrom von Kriminellen in eine Gesellschaft, die verlernt hat, sich zu wehren. »Hunderte von gerissenen Schafen und der immer öfter stattfindende Kontakt zu menschlichen Ansiedlungen lassen die Grünen gänzlich unbeeindruckt in ihrem Plan, so viele Wölfe wie möglich nach Deutschland zu holen«, schreibt er, auch wenn das nicht so recht zu den Idealen von Veganismus und Tierschutz passt.
Er sieht darin ein »passendes Bild für den Untergang der grünen Eliten mit ihrem Volk«: Erst werden die Menschen zu einer vollständig durchkultivierten Schafherde geformt, die sich alles gefallen lässt. Dann werden die Wölfe ins Land gelassen.


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