Deutschland wächst in Wirklichkeit nicht

ARD verbreitet Falschmeldung zur Geburtenrate

Die ARD berichtet über die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland und verbreitet dabei Fake-news der besonderen Art.

Freie Welt

Es klingt wie eine Erfolgsmeldung: "Bislang waren Statistiker davon ausgegangen, dass die deutsche Bevölkerung schrumpft – nun die Trendumkehr: Bis zum Jahr 2035 dürfte die Zahl der Menschen hierzulande um etwa eine Millionen zulegen. Ein Grund ist die Geburtenrate."

Gestützt wird diese ARD-Meldung auf eine Berechnung vom Institut der deutschen Wirtschaft. Die hatten geschrieben: "Deutschland wächst wieder".

Wie kommen sie dazu? Das Institut hatte seine Bevölkerungsprognose mit neuen Daten zur Zuwanderung aktualisiert und meint nun, dass ihr Ergebnis "sämtliche bisherigen Erwartungen" auf den Kopf stellt.

Dabei erwartet niemand etwas anderes: Wenn Zuwanderer hinzukommen, dann steigt die Zahl der Leute, die sich in dem Land aufhalten. Das sind dann allerdings keine Deutschen. "Deutschland wächst wieder", könnte man sagen, wenn die Geburtenrate der Deutschen ansteigen würde. Das ist aber nicht der Fall. Die Rate liegt nach wie vor bei 1,5 und müsste 2,1 betragen. Deutschland schrumpft in Wirklichkeit immer weiter.

Wenn sie sagen "Deutschland wächst wieder", dann meinen sie ein anderes Deutschland als das, was wir kennen. Sie meinen ein Deutschland, in dem die Anzahl der Deutschen immer kleiner wird, die Gesamtmenge der hier Lebenden aber durch Zuwanderung von Fremden immer weiter steigt.

Der Schwindel liegt in der Verwechslung der Begriffe "Zuwanderung" und "Geburtenrate". In der Meldung der ARD wird gleich dreimal hintereinander behauptet, dass ein Grund für den Bevölkerungswachstum eine "höhere Geburtenrate" sei. Die mag bei den Zuwanderern größer sein als bei den Deutschen (was man noch nicht weiß, man kann es aber vermuten) ­und wird damit insgesamt gesehen größer. Das Deutschland, wie wir es kennen, wird jedoch umso mehr schrumpfen.

So wie es die ARD darstellt, wird ein ganz anderer Eindruck erweckt. Wir haben ein demographisches Problem: Weil unsere Geburtenrate so niedrig ist, müssen in Zukunft immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen.

So wie es die ARD darstellt, wirkt es so, als wäre das Problem gelöst. Es wäre aber nur quantitativ gelöst, nicht qualitativ. Es erscheint nur dann als Lösung, wenn man die Menschen als nackte Zahlen betrachtet, ohne zu sehen, was sich dahinter verbirgt und ob – rein rechnerisch gesprochen – ein Plus oder ein Minus vor der Zahl steht.

In Wirklichkeit wird Öl ins Feuer gegossen. Die Zuwanderung wird unser Problem mit zukünftigen Rentenzahlungen nicht lösen, sondern vergrößern. Zuwanderer bereichern unser Sozialsystem nicht, sie belasten es.

Das sind die Zahlen: Bis 2020 rechnet die Bundesregierung mit mindestens 3,6 Millionen Zuwanderern und bis 2035 mit insgesamt 7,94 Millionen Zuwanderern.

Aufgerundet 8 Millionen.

Damit kämen noch zehn Prozent Fremde hinzu – hinzu zu denen, die schon da sind. Die ARD stellt das als freudige Erwartung dar und bebildert die Meldung mit dem Foto von einem süßen (weißen) Baby.

 

 

Sven von Storch

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