Schattenseite der Ökopolitik

Windkraft wird zunehmend zum Massengrab beliebter Vogelarten

Die Umweltpolitik der Grünen erweist sich als ökonomisches und paradoxerweise auch als ökologisches Desaster

Freie Welt

Eine Partei, die in den 80er-Jahren angetreten war, um die Natur zu retten, wandelte sich zur Sachwalterin großflächiger Naturzerstörung“, heißt es zusammenfassend in einem Artikel von Fritz Vahrenholt, der in der 'Welt' unter dem Titel: „Bis kein Storch mehr fliegt“ erschienen ist.

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt war einst Umweltsenator in Hamburg und hatte mit ‚Seveso ist überall’ eines der wirkmächtigsten Bücher der damals neu aufkommenden Umweltbewegung geschrieben. Nun warnt er eindringlich vor einem massiven Vogelsterben durch einen weiteren Ausbau der Windenergie und berichtet von zunehmendem Widerstand.

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft hatte schon 2013 festgestellt, dass in der Folge des „unüberlegten und übereilten Ausbaus erneuerbarer Energien“ aus Windkraft die Bestände von „fast 50 Prozent aller Vogelarten“ deutlich abgenommen hätten.

Die grüne Umweltpolitik, die ansonsten besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit legt, hat die Windenergie ohne Rücksicht auf schädliche Auswirkungen durchgesetzt und von Anfang an mit verlogener Propaganda begleitet. Die damalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast hatte die Parole ausgegeben: „Bauern werden die Ölscheichs von morgen!“ Jürgen Trittin hatte als Umweltminister die fahrlässige Prognose verkündet, dass die Windkraftsubventionierung nur „eine Kugel Eis im Monat pro Haushalt“ kosten werde.

Selbst von ehemaligen Mitstreitern wird inzwischen harte Kritik geübt. Greenpeace-Gründer Patrick Moore beklagt, dass die „flächenfressende“ Wind-Industrie „genau das Gegenteil“ von dem erreiche, was die Umweltbewegung einst forderte.

Schlimm trifft es die Fledermäuse. Zwar werden die fliegenden Säugetiere nur selten von den Rotoren getroffen, dennoch fallen sie scharenweise tot vom Himmel. Ihre Lungen platzen durch den Druckabfall hinter den Rotoren. Das trifft circa 240.000 Fledermäuse pro Jahr. Die Dunkelziffer ist noch viel höher, weil die Tiere nicht in unmittelbarer Nähe der Windräder verenden und die Fälle nicht genau erfasst werden können.

„Greifvögel“, so wird Oliver Krüger von der Universität Bielefeld zitiert, „kollidieren überproportional häufig“. Der Rotmilan ist in seinem Bestand bedroht und ausgerechnet der Storch, der sich erfreulicherweise gerade erst wieder neu angesiedelt hatte. Als in der hessischen Vogelsbergregion 170 neue Windkraftanlagen errichtet wurden, verschwanden dort neun von 14 Schwarzstorchpaaren.


 

 

Sven von Storch

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