Am Beispiel von Bochum

Umsatzeinbußen durch Nicht-Europäer

Im Bermuda-Dreieck verschwinden – so die Legende – auf geheimnisvolle Weise Schiffe. Auf Bochums Partymeile, die sich »Bermuda-Dreieck« nennt, schwinden die Umsätze. Es ist jedoch in dem Fall kein Geheimnis, woran es liegt: Frauen fühlen sich nicht mehr sicher und meiden das Dreieck.

Das Bermuda-Dreieck ist für Bochum nicht nur als neues Wahrzeichen und Imageträger von Bedeutung, es ist auch als Wirtschaftsfaktor »unverzichtbar«. Das meldete die WAZ und stellte das Ergebnis eines Gutachtens vor, das eindrucksvolle Zahlen präsentierte: »Mit jährlich 60 Millionen Euro verbucht das Bermuda-Dreieck ein Viertel des gesamten Gastronomieumsatzes in Bochum.«

Das war einmal. Nicht lange her. Das war im März 2017.

Inzwischen sind die Umsätze eingebrochen. »Immer mehr Besucher des Bermudadreiecks fühlen sich nicht sicher«, lesen wir in der aktuellen WAZ. Woran liegt es? Alkoholexzesse, Pöbeleien und Belästigungen ängstigten »vor allem weibliche Gäste«, erklärte ein Mitbetreiber der Partybar »Kult«, ein Urgestein der Bochumer Gastro-Szene.

Die guten Zeiten sind vorbei. Längst blieben unter der Woche viele Läden leer. »Und an den Wochenenden brummt es vielfach nicht mehr so wie früher«, heißt es weiter. Es wird auch deutlich gesagt, woran es liegt.

Ein »großes Ärgernis« seien »Nicht-Europäer«, erklärt der Gastronom. Die würden Frauen belästigten und »allein durch ihr Auftreten Furcht verbreiten«. Zuletzt war das in der Silvesternacht zu beobachten, als Dutzende Männer rücksichtslos Raketen und mächtige Böller gezündet hätten. »Die Silvestergäste blieben um 24 Uhr verschreckt in den Lokalen und trauten sich nicht raus. Von der Polizei war weit und breit nichts zu sehen.«

Ein Sprecher der Polizei mochte nicht zustimmen. Von massiven Störungen in der Silvesternacht sei ihnen nichts bekannt. In Relation zu der Anzahl von Besuchern seien die registrierten Delikte wie Raub, Diebstahl und Körperverletzungen »eher unauffällig«. Die aktuelle Statistik weise sogar einen Rückgang aus.

Auch Dirk Steinbrecher, Sprecher der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) widerspricht den Einschätzungen des Gastronoms. »Gemessen an der Kneipendichte und Besucherzahl sind wir eine Insel der Seligen«, erklärte er.

Der Gastronom wiederum bleibt bei seiner Meinung und gibt seinen Mitarbeitern den Rat: »Nehmt ein Taxi, auch nur für kurze Strecken.« Im Bermuda-Dreieck – auf der Insel der Seligen – sei es nachts viel zu gefährlich.

Sven von Storch

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