Der Anblick einer Uhr irritiert sie. Das ist ihnen zu unübersichtlich. Die Schüler werden von den verschiedenen Zeigern nur verwirrt und geraten durch eine konventionelle Uhr unnötig unter Stress, sie kriegen schlechte Noten und bestehen die Prüfungen nicht. Um Abhilfe zu schaffen, sollen Digital-Uhren eingeführt werden.
Hadmut Danisch weist auf seinem Blog Ansichten eines Informatikers darauf hin, als könne er selbst nicht glauben, was er da lesen muss: „Der Anblick einer herkömmlichen Uhr setzt die Schüler unter Stress, weil sie nur noch digitale Uhrzeitanzeigen gewohnt sind, und man wolle alles tun, um es den Kinder leicht und angenehm zu machen.“
So ist es tatsächlich: Eine elementare Kulturtechnik der Abstraktion geht verloren. Schüler können die Uhrzeit nicht mehr problemlos von einer Uhr mit Zeigern ablesen.
Die Kuschelpädagogen von heute haben nichts Besseres zu tun, als sich danach zu richten; denn es kann natürlich nicht darum gehen, dass die Schüler etwas lernen müssen, vielmehr muss die Umwelt den aktuellen Lernschwächen angepasst werden. Kurz: Es müssen Digitaluhren her. Dann klappt es auch mit den Prüfungen.
Darüber berichten der telegraph – „ ... children are having problems telling the time“ – und the sun.
Wir sehen: Auch in England stehen die Zeichen der Zeit auf Digitalisierung. Die Zeichen der Zeit stehen aber auch auf Abbau von Leistungen und von kognitiven Fähigkeiten. Niedriger Kenntnisstand, mindere Qualität und eingeschränkte Fähigkeiten werden zum neuen, verbindlichen Maßstab. Es beginnt ein – wie man auf Englisch sagt – „race the bottom“. Achtung, Fertig, Los!


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