Das Ergebnis empörte ihn, "Homo- und Transphobie muss angegangen werden", forderte er. Seine Empörung machte sogleich die Runde. Spiegel-online schrieb: „Hasskriminalität gegen Schwule und Lesben nimmt zu“. Andere sprachen von einem „neuen Rekord“. rbb-online berichtet, dass die Berliner Polizei im vergangenen Jahr 162 Straftaten gegen die sexuelle Orientierung zählte – „so viele wie noch nie.“
Doch da ist nichts. In Wirklichkeit gibt es keine Zunahme von so genannten Hassverbrechen. Zunächst einmal muss zwischen den eingegangenen Anzeigen und den tatsächlichen Straftaten unterschieden werden. Maria Tischbier ist Ansprechpartnerin für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen (kurz: LSBTI) bei der Berliner Polizei. Auf rbb-online sagte sie: "Wenn bei der Polizei mehr Strafanzeigen eingehen, bedeutet das nicht, dass prinzipiell mehr passiert, sondern dass mehr Menschen zur Polizei kommen und Taten zur Anzeige bringen".
Dafür sorgt eine Broschüre, die man bei der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung runterladen kann. Darin wird ausdrücklich dazu aufgerufen, Anzeigen zu erstatten:
„Wussten Sie schon“, heißt es da, „ ... dass je mehr Menschen Anzeige erstatten, homo- und/oder transfeindliche Gewalt besser sichtbar gemacht werden kann?“
Weiter heißt es da:
„Wussten Sie schon, dass bei einem Strafantrag durch das Opfer wegen eines mutmaßlichen homo-/transfeindlichen Vorfalls grundsätzlich vom öffentlichen Interesse ausgegangen und ein Verfahren eingeleitet wird?“
So wird ein "Rekord" an Hassverbrechen konstruiert. Doch bei allen Bemühungen, kann man keinen Anstieg, der statistisch relevant wäre, feststellen. Das Blog sciencefiles versucht zunächst, die Größenverhältnisse zurecht zu rücken und informiert darüber, dass in einem „normalen Halbjahr in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 1.180.000 Tatverdächtige und 3.186.000 Straftaten erfasst werden“. Die angeblich so stark ansteigenden „Straftaten gegen Schwule und Lesben stellen somit 0,0041% aller Straftaten dar“.
Man kann nicht sagen, dass hier eine Mücke zu einem Elefanten gemacht wird. Es ist nicht einmal eine Mücke vorhanden. Dennoch bemüht sich die LSBTI-Lobby unermüdlich, vermeintliche Hassverbrechen „sichtbar“ zu machen, zu skandalisieren und ins grelle Licht zu rücken. Denn wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten.
Im Dunkeln liegt der tatsächliche Anstieg von Gewaltverbrechen. Die Frankfurter Allgemeine berichtet: „Die Zahl der von Flüchtlingen begangenen Sexualstraftaten in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt.“


Add new comment