Kritiker der berühmten niederländischen Toleranzpolitik, die sich immer schon gegen den Verkauf von Cannabis in den berühmten Coffeeshops und gegen die legale Prostitution wandten, haben schon lange befürchtet, dass es eines Tages so weit kommen könnte. Nun müssen sie feststellen, dass die Niederlande »wie aus Versehen« zu einer der wichtigsten Drehscheiben für Drogen- und Menschenhandel geworden sind.
Europol hat ermittelt, dass etwa die Hälfte des jährlich für 5,7 Milliarden Euro in Europa konsumierten Kokains über Rotterdam nach Europa kommt. In den Niederlanden ist der Drogenhandel inzwischen zu einem florierenden Geschäftsmodell geworden. Ein 20minuten Bericht aus der Schweiz spricht von einer Entwicklung hin zu einem »Narco-Staat« mit einer Parallelwirtschaft abseits des legalen Handels. »Die Niederlande haben viele Merkmale eines Drogenstaates«, heißt es in dem Bericht.
Auch deutsch.rt und die Welt (hinter Bezahlschranke) berichten davon und melden, dass die Polizei inzwischen an ihre Grenzen gestoßen ist. Nur eine von neun kriminellen Banden könne mit den derzeitigen Ressourcen, die der Polizei zur Verfügung stehen, verfolgt werden.
Es ist längst bekannt – siehe hier –, dass die große Mehrheit der nach Europa und auch in die USA verkauften Ecstacy-Pillen aus niederländischer oder belgischer Produktion stammt. In den Niederlanden befinden sich die Labore hauptsächlich im Süden des Landes und werden zunehmend von marokkanischen Gangs betrieben, die auch im Cannabis-Markt aktiv sind.


Add new comment