Manchmal mag der Eindruck entstehen, dass nur Merkel weg müsste, und man dann schon die Krise bewältigt hätte. So ist es nicht. Es sind nicht nur ihre Wähler, die sie stützen, es sind nicht nur die Mainstream-Presse und das Gebühren-Fernsehen, die ihr verbunden sind. Es gibt ein ganzes Netzwerk von Profiteuren, die man als Flüchtlingskrisen-Gewinnler bezeichnen kann, die ein Interesse daran haben, die Flüchtlingskrise nicht nur nicht zu beseitigen, sondern fortzusetzen und auszuweiten.
Alexander Wallasch hat in einem ausführlichen Beitrag für Tichys Einblick versucht, Zusammenhänge aufzudecken. Greifen wir nur ein Problem heraus – das Problem der Abschiebung von Flüchtlingen. Was bemerken wir?
Immer mehr abgelehnte Asylbewerber klagen erfolgreich gegen diese Ablehnungen. Nach Informationen von NDR Info gab es alleine in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 220.000 solcher Klagen. Wallasch schreibt dazu: »Und niemand bei klarem Verstand wird ernsthaft annehmen wollen, dass da kein System dahinterstecken würde.«
Es steckt tatsächlich ein System dahinter. Wallasch weiter: »So unterstützen etliche deutsche Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aktiv diese Klagewelle. Es stellt, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen, der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. ein Muster für solche Klage ins Netz.« Das kann man hier ansehen.
Wallasch nennt auch Namen: »Ganz vorne mit dabei der Münchner Anwalt Hubert Heinhold. Er hat einen vielbeachteten Leitfaden verfasst: ‚Recht für Flüchtlinge. Ein Leitfaden durch das Asyl- und Ausländerrecht für die Praxis’. Heinhold ist auch im Auftrag der Caritas unterwegs. Und er arbeitet dem UNHCR zu, dem hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen zu, der ‚UN Refugee Agency’. Wiederholt wurde Heinhold als Sachverständiger in den Deutschen Bundestag und in Landesparlamente bestellt. Er ist auch stellvertretender Vorsitzender der NGO Pro Asyl und des bayrischen Flüchtlingsrates e.V.«
Es gibt viele solche Heinholds, betont Wallasch. Sie haben alle ihre Geldquellen. Auch die Allgemeine Zeitung in Hessen fragte sich: Wer zahlt den Anwalt? Das weiß auch der Rechtsanwalt Reinhard Marx, von dem Wallasch berichtet; er weiß, wo zusätzlich Geld herkommt: »Wer keine Verwandten hat, werde möglicherweise von Pro Asyl, der Diakonie oder der Caritas unterstützt, die in Fällen, an denen sie ein Interesse haben, einen Zuschuss zahlen.« Manchmal ist das Geld für den Anwalt für die Schlepperkosten, die gerne mal 10.000 Dollar betragen können, schon mit inbegriffen.
Die Anwälte sind nur ein Beispiel. Ein Knoten in einem Netzwerk. Es gibt ein ganzes System, an dem viele verdienen. So heißt es schon bei Shakespeare in ‚Hamlet’: »Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.«


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