Der Spiegel meldet, dass bei der Bundeswehr in den vergangenen Jahren eine große Zahl von teils hochgefährlichen Kriegswaffen sowie massenhaft Munition gestohlen worden ist.
Seit 2010 fehlten laut einer vertraulichen Liste insgesamt 75 Sturmgewehre und Pistolen, sowie knapp 57.000 Schuss Munition für die entsprechenden Waffen in den Beständen. Das ist mehr als bisher bekannt war. Der Spiegel bezeichnet den Diebstahl als »brisant«.
Besonders viele Waffen kamen im Jahre 2014 abhanden. Einige davon wurden wiedergefunden. Im Spiegel heißt es: »Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis, ob die Waffen bei Straftaten verwendet worden sind oder anderswo wieder auftauchten«.
Die Grünen hatten eine kleine Anfrage gestellt und wollten wissen, ob Waffen eventuell in die Hände von Rechtsextremisten gekommen sein könnten. Die Antwort ist rätselhaft. Über die Zahlen, die als Verschlusssache gelten, heißt es: »Durch die Zahlen könne ‚der nichtzutreffende Schluss gezogen werden’, dass es bei der Bundeswehr ein erhebliches Sicherheitsdefizit gebe, dies könnte bei der ‚Bevölkerung als Bedrohungspotential’ wahrgenommen werden.«
Die Grünen sind mit der Auskunft nicht zufrieden: »Dass die Bundesregierung nicht einmal mitteilen kann, wie viele Strafverfahren im Zusammenhang mit Waffen- oder Munitionsverlust eingeleitet wurden, ist höchst beunruhigend«, ließen sie verlauten.
In dem Zusammenhang wird auch über Soldaten berichtet, die der Identitären Bewegung angehören sollen. Zwar gibt es keinen belegbaren Zusammenhang zwischen den entwendeten Waffen und den Soldaten, die man der Identitäten Bewegung zurechnet und inzwischen aus der Truppe entfernt hat, aber die beiden Schlagworte »Waffen« und »Identitäre Bewegung« wurden schon mal zusammengeführt.


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