Bei einem Zombie-Walk verkleiden sich die Teilnehmer als Untote, als Geister, als Skelette, als Horrorgestalten jeder Art und ziehen in einem gruseligen Zug durch die Straßen. Die Idee stammt aus den USA, im Jahre 2001 fand erstmals ein Zombie-Walk in Sacramento statt.
Die Mode schwappte 2006 nach Deutschland über. Zuerst nach Köln. Halloween, wie man es nennt, hat sich inzwischen bundesweit durchgesetzt und drängt Feierlichkeiten und Gedenken zum Reformationstag in den Hintergrund.
In Essen hatte so ein Zombie-Walk schon in den Vorjahren stattgefunden. Der Westen berichtete im Vorfeld, wie wunderbar gruselig die Umzüge gewesen seien und lässt begeisterte Teilnehmer zu Wort kommen, die sich wünschten, dass sich daran noch mehr Leute beteiligen mögen.
So kam es. In diesem Jahr beteiligten sich »Männergruppen«, die jedoch nichts direkt mit dem Zombie-Walk zu tun hatten. Es kam dabei, wie der Westen – nun weniger begeistert – meldet, zu »Provokationen zwischen Personengruppen« und zu einem so großen Gedränge, dass die Beamten gegen 22.30 Uhr einen Teil des Bahnhofs sperren und die Zugänge bewachen mussten.
Da hatte sich schon vorher etwas zusammengebraut. »Etwa 200 Männer hatten sich in Kleingruppen seit etwa 17 Uhr in der Gegend um den Hauptbahnhof aufgehalten«. So die Beobachtung des Bundespolizei-Sprechers Volker Stall. Er sagte weiter, dass es immer wieder zu kleinen Reibereien zwischen den »Gruppen« gekommen sei, die Beamten mussten mehrmals eingreifen. Die meisten der Männer hätten, so Stall, augenscheinlich einen Migrationshintergrund gehabt.
Aha. Das also versteht man heute unter Männergruppen, Personengruppen oder Kleingruppen.
Was wollten sie? Sich friedlich beteiligen an dem Vergnügen? Präsenz zeigen? Den Deutschen den Spaß verderben?
Wie zuerst in Köln.


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