Das gehe aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. »Die Größenordnung ist vergleichbar mit dem Corona-Schock im Frühjahr 2020. Diesmal sehen wir im Wohnungsbau besonders häufig Stornierungen. Allerdings sind die Auftragsbücher im Mittel weiterhin prall gefüllt«, sagt ifo-Forscher Felix Leiss.
Noch immer fehle es vielerorts an Material. So meldeten im Juni 47,1 Prozent der Hochbauunternehmen Lieferengpässe, nach 56,6 Prozent im Vormonat. Im Tiefbau sank der Anteil auf 39,7 Prozent, von 44,8 Prozent im Mai.
»Diese Engpässe bilden sich nur langsam zurück. Dabei kommt es teils zu rasanten Preisanstiegen infolge der Knappheit. Auch die hohen Energiepreise wirken preistreibend bei vielen Baustoffen«, ergänzt Leiss. Im Mittel erwarteten die Betriebe, dass die Engpässe noch knapp neun Monate andauern.
»Die Unternehmen müssen die höheren Preise für Material und auch Kraftstoff an die Kunden weitergeben, und so steigen die Baupreise weiter rasch. Die Bauherren müssen aber auch die höheren Zinsen tragen. Im Wohnungsbau kommt die Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Fördermöglichkeiten dazu. Dies führt dazu, dass einige Projekte überdacht werden müssen.«
Laut dem Immobilienportal Immowelt ist nun ein Ende des Immobilienbooms nahe. Jahrelang hatte die Nullzins-Politik der EZB zu einem künstlichen Immobilienboom geführt. Bauprojekte in deutschen Großstäden wurden forciert, obwohl sie sich erst in 20 oder 30 Jahren amortisieren werden.
Immer strengere Bau- und Umweltauflagen machten das Bauen zunehmend unrentabel, linke Enteignungsfantasien und Bürokratie brachten die Bautätigkeit in der Hauptstadt zum Erliegen.
Wenn nun auch noch die Material-, Energiepreise und Bauzinsen sprunghaft ansteigen, ist der Perfekte Sturm da.


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